Neues Gesicht für das GDA Göttingen

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Text von: faktor

Die Gesellschaft für Dienste im Alter (GDA), Betreiberin von elf Seniorenwohnanlagen in Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz saniert die letzte Fassade des markanten Gebäudeensembles am Geismarer Wald. Einen einstelligen Millionenbetrag lässt sich die GDA die Maßnahmen kosten.

Eine umfassende Fassaden-, Fenster- und Balkonsanierung werde „das Gebäude gegenüber der schönen Umgebung öffnen und die Landschaft optisch in einige Wohnbereiche des Hauses holen“, sagt Holger Horrmann, Geschäftsführer der GDA. Gleichzeitig werde das Zusammenspiel von Farben und Glas dazu beitragen den Gebäudeköper nicht nur an die anderen Fassaden farblich anzupassen, sondern auch optisch zu verkleinern.

Dazu werden am 11-geschossigen Gebäude aus dem Jahr 1972 an drei senkrechten Reihen die Betonbrüstungen der Balkone durch Glasbrüstungen ersetzt. Diese Bereiche werden zusätzlich farblich an die Bestandsgebäude angepasst um damit das Gebäude optisch zu gliedern und zu verkürzen. „Diese Investition soll die Attraktivität des Standorts Göttingen langfristig sichern“, führt Horrmann weiter aus.

Im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen informierten Carsten Patowsky (Direktor) und Andreas Schlinsog (Leiter Haustechnik) die Bewohner des Hauses über die geplanten Arbeiten. Unterstützt wurden die beiden durch die Diplom-Ingenieurin für Architektur Sabine Wagner aus dem von der GDA beauftragten Architekturbüro Michelmann aus Hannover.

Durch den Umbau wird nicht nur die Bewohnersicherheit und Barrierefreiheit in hohem Maße verstärkt, es ist auch eine Energieersparnis durch das neue Wärme‐Dämm‐Verbundsystem und die neuen Fenster zu erwarten. So erhöhen sich gemeinsam mit der altersgerechten und zeitgemäßen Gestaltung auch Akzeptanz und Wohlfühlfaktor der Bewohner.

Bewohnte Hochhäuser zu sanieren fordert sowohl den Handelnden als auch den dort lebenden Menschen einiges an Flexibilität ab. Aus vergangenen Bauprojekten gibt es bei der GDA in Göttingen viele Erfahrungswerte um den Bewohnern bestmögliche Rahmenbedingungen für die Bauphase zu schaffen. So wird zum Beispiel regelmäßig über den zu erwartenden Baulärm oder besondere Staubbelastungen informiert. Die Bewohner können sich dann darauf einstellen und ihre Tagesplanung besser darauf abstimmen. Darüber hinaus wird ein eigener Ruhebereich eingerichtet, in den sich all die Bewohner zurückziehen können, deren Appartement gerade besonders betroffen ist.

Den vom Umbau unmittelbar betroffenen Bewohnern macht die GDA ein ganz besonderes Angebot: Für die rund einwöchige, eingeschränkte Nutzbarkeit des Appartements können die Bewohner kostenfrei eines der im Haus vorhandenen Hotelzimmer mit Vollpension nutzen. Darüber hinaus haben die Bewohner des Hauses freien Eintritt zu allen Kultur- und Aktivprogrammen des Wohnstifts.

Die neue Fassade und der weitere Umbau, so ist sich Horrmann sicher, werden nicht nur dem Haus einen neuen Charakter geben, sie werden den Wohnwert deutlich erhöhen und dem gesamten Umfeld guttun.

Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2019 beginnen und sollen rund ein Jahr dauern.