Neues Forschungsprojekt zu Muskeldystrophie im Kindesalter

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Text von: redaktion

Mit 60.000 Euro unterstützt die Fördergemeinschaft das Projekt, das die Früherkennung von Herzschäden bei Muskeldystrophie zum Ziel hat. Und auch die Bundesliga-Basketballer der MEG Göttingen engagieren sich mit der Übernahme einer Projektpatenschaft.

So soll es schon bald möglich sein, frühzeitig Medikamente einsetzen zu können, die das Herz schützen und die Lebensqualität der kranken Kinder und Jugendlichen verbessern.

In dem Forschungsprojekt, das auf 12 Monate angelegt ist, wollen die Göttinger Ärzte herausfinden, wie schnell der Muskelschwund voranschreitet und inwieweit der Herzmuskel betroffen ist. Auf dieser Grundlage soll eine passende medikamentöse Behandlung entwickelt werden.

Die Studie leitet Verena Gravenhorst, Oberärztin der Abteilung Pädiatrie III: „Die Ergebnisse unserer Forschungen sollen für die betroffenen Kinder eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erbringen. Für die kleinen Studienteilnehmer sind die Untersuchungsmethoden völlig ungefährlich.“ Angewendet werden 3D-Ultraschall, Elektrokardiographie (EKG) und Blutuntersuchungen.

Von den Spendengeldern werden unter anderem eine spezielle Software und eine Arztstelle finanziert. Für Wolfgang Heer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren, ist es wichtig, dass es sich hier um ein nachhaltiges Forschungsprojekt handelt, von dem viele Kinder profitieren werden.

Und er betont: „Wir freuen uns sehr, mit der MEG Göttingen einen gleichermaßen prominenten wie erfolgreichen Fürsprecher für die kleinen Herzpatienten in der Region gefunden zu haben.“

Damit die Situation der an Muskeldystrophie erkrankten Kinder möglichst schnell verbessert werden kann, bittet die Fördergemeinschaft die Bürgerinnen und Bürger der Region Südniedersachsen um Spenden für das Forschungsprojekt.