Neuer Therapieansatz für Herzschwäche entdeckt

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Text von: redaktion

Samuel Tobias Sossalla, Assistenzarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumolgie am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen, ist mit zwei Preisen für seine Arbeiten zur Herzinsuffizienz und zu Herzrhythmusstörungen ausgezeichnet worden.

Sossalla konnte in seiner Arbeit zur Herzschwäche nachweisen, dass das vermehrte Auftreten des Proteins CaMKII die Kontraktions- und Schlagfähigkeit des menschlichen Herzens vermindert und somit zu Herzschwäche führt.

„Ist das Protein jedoch gehemmt, kann das Kalziumleck des Speichers wieder abgedichtet werden und die Schlagkraft des Herzens verbessert sich“, sagt Samuel Tobias Sossalla. Für diese Entdeckung wurde ihm der Franz-Maximilian-Groedel-Preis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) verliehen, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Außerdem erhielt Sossalla den mit 10.000 Euro dotierten PRO SCIENTIA-Förderpreis der Eckhart-Buddecke-Stiftung, den er sich mit dem Würzburger Wissenschaftler Christoph Kleinschnitz teilt.

„Die Arbeit Sossallas zeigt beispielhaft, wie klinische Grundlagenforschung zeitnah in neue Behandlungstrategien für Patienten umgesetzt wird“, sagt Gerd Hasenfuß, Mitautor der Untersuchung und Direktor der Abteilung Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen.

In seiner Arbeit zeigte Sossalla, dass sich mit dem Wirkstoff Ranolazin Erkrankungen des Herzens wie Vorhofflimmern, sogenannte Vorhofarrhythmien, und kontraktile Funktionsstörungen behandeln lassen.