Neuer Direktor am MPI für Sonnensystemforschung

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Text von: redaktion

Mit einer Feierstunde hat das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau die Amtseinführung seines neuen Direktors, Laurent Gizon, begangen.

Der französische Wissenschaftler gilt weltweit als einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Helioseismologie.

Ziel dieses Forschungszweiges ist es, aus Weltraumbeobachtungen der Sonnenschwingungen auf Vorgänge im Inneren der Sonne zu schließen und diese dreidimensional abzubilden.

Mit der Berufung Gizons wächst das Institut auf drei wissenschaftliche Abteilungen. „Die Neuberufung ist für das gesamte Institut ein besonderes Ereignis“, erklärt Ulrich Christensen, Geschäftsführender Direktor des MPS. „Die Aufnahme einer dritten Abteilung bestätigt die Position des Instituts an der Spitze der Sonnensystemforschung“.

Laurent Gizon leitet bereits seit 2005 eine Max-Planck-Forschungsgruppe. Nun wird seine Gruppe zu einer vollwertigen Abteilung ausgebaut.

Zusätzlich wurde Gizon als Professor an die Universität Göttingen berufen.

Dies wird die künftige Zusammenarbeit beider Forschungseinrichtungen fördern, insbesondere im Hinblick auf den Umzug des MPS von Katlenburg-Lindau nach Göttingen im Jahr 2014.

Gizons Forschungsinteresse gilt den physikalischen Zusammenhängen zwischen den inneren Eigenschaften der Sonne und der magnetischen Aktivität, die an ihrer Oberfläche beobachtet wird. Dies wird uns helfen zu verstehen, wie die Sonne ihr Magnetfeld erzeugt und wie dieses Magnetfeld die Erde beeinflusst.

2008 erhielt er eines der begehrten „Starting Grants“ des Europäischen Forschungsrates und wurde 2009 von der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft (AAS) mit dem Karen-Harvey-Preis für seine bedeutenden Beiträge zur Entwicklung helioseismologischer Methoden zur Erforschung der inneren Dynamik der Sonne ausgezeichnet.