Neuer Chefarzt im Krankenhaus Neu-Mariahilf

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Text von: redaktion

Um das medizinische Angebot zu stärken, wird der langjährige Leitende Oberarzt Bernd Schindler ab Oktober 2015 als neuer Chefarzt der Abteilung Angiologie (Gefäßheilkunde) an den Standort Neu-Mariahilf wechseln.

Schindler übernimmt die Nachfolge von Gerhard Lübbert, der Göttingen Ende September verlässt.

Bernd Schindler ist seit 1980 im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende als Arzt beschäftigt, 2002 wurde er zum Leitenden Oberarzt der Abteilung Innere Medizin ernannt. Der erfahrene Mediziner wurde 1951 in Neustadt an der Weinstraße geboren und hat in Göttingen von 1972 bis 1979 Medizin studiert. Seit 1985 ist Schindler Arzt für Innere Medizin und seit 1997 zusätzlich Facharzt für Angiologie.

Angiologie: Umzug von Weende nach Neu-Mariahilf

Für den Umzug der Abteilung wurden alleine über 500.000 Euro in die Anschaffung eines neuen, hochmodernen Angiografiegerätes investiert. Hinzu kommen die Kosten für die komplette Sanierung der angiologischen Station im Krankenhaus Neu-Mariahilf. Dabei sind auch weitere Patientenzimmer entstanden. Das neue Team der Angiologie setzt sich zusammen aus Bernd Schindler als Chefarzt, Oberarzt Thomas Poser, mehreren angiologisch versierten Assistenzärzten und einem Team von erfahrenen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen der beiden Göttinger Krankenhäuser Göttingen-Weende und Neu-Mariahilf, die auf der Station und in der Funktionsdiagnostik arbeiten.

Mit dem neuen Angiografiegerät können alle diagnostischen und interventionellen Verfahren beim Patienten durchgeführt werden – von Kopf bis Fuß. Das neuartige ergonomische Design und die ablaufoptimierenden Funktionalitäten des Systems erlauben einen höheren Versorgungsstandard des Patienten im Vergleich zu anderen Systemen.

Die Angiologie ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Behandlung von Patienten sowohl im Krankenhaus Neu-Mariahilf als auch im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende. Nahezu alle Erkrankungen des arteriellen, venösen und lymphatischen Gefäßsystems werden stationär und ambulant diagnostiziert und behandelt. Das Krankheitsspektrum umfasst alle Formen und Schweregrade der arteriellen Verschlusskrankheit. Dazu zählen auch akute und chronische Arterienverschlüsse der Extremitäten versorgenden Gefäße und des Bauches, akute wie chronisch entzündliche Gefäßerkrankungen der Arterien und Venen sowie Thrombose, Embolie und lymphatische Ödeme.

Interdisziplinäre Gefäßeinheit

Durch die künftige enge Zusammenarbeit mit den erfahrenen Gefäßchirurgen Thomas Kranz und Aurel Kühnelt aus dem Krankenhaus Neu-Bethlehem sowie Kerstin Krause aus dem Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende wird es ab Oktober möglich sein, auch die notwendigen gefäßchirurgischen Eingriffe am Standort Neu-Mariahilf durchzuführen. Die künftige Abteilung Angiologie im Krankenhaus Neu-Mariahilf unter der Leitung von Bernd Schindler versteht sich somit als interdisziplinäre Gefäßeinheit für die Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen. Angiologen und Gefäßchirurgen werden auf einer gemeinsamen Station eng kooperieren, um ein auf die Bedürfnisse der jeweiligen Patienten zugeschnittenes Behandlungskonzept festlegen zu können.

Über die regelmäßige Durchführung und Leitung von Gefäßseminaren und Kolloquien wird der rege Austausch auch mit anderen Fachdisziplinen und Krankenhäusern gefördert und die Aktualität der angiologischen Behandlungsstandards nach gültigen Leitlinien gesichert.