Neue Wege im regionalen Energiemanagement

Text von: redaktion

Die ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. und das Seminar für Politikwissenschaft der Universität Göttingen entwickeln in einer Kooperation eine Zusatzausbildung zum „regionalen Energiemanager“.

Regionale Energiegewinnung und -nutzung bergen einige Chancen für die regionale Wirtschaftsentwicklung. Denn neue Arbeitsplätze entstehen und die Wertschöpfung in der Region wird erhöht. Darüber hinaus erreicht man mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die Realisierung dieser Möglichkeiten setzt aber koordiniertes Handeln voraus. Dazu bedarf es engagierten und kompetenten Führungspersonals – regionalen Energiemanagern.

Ihre Aufgabe wird es sein, die reibungslose Koordination von regionalen Zusammenschlüssen zur gemeinsamen Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien zu gewährleisten. Notwendig ist dies, weil erst durch die Planung und Umsetzung gemeinschaftlicher Konzepte Größenordnungen realisiert werden können, die die Wirtschaftlichkeit von erneuerbaren Energieanlagen gewährleisten.

Die verschiedenen, an der Energiegewinnung beteiligten Akteure, mit ihren jeweiligen Anforderungen und Interessen zusammenzuführen, erfordert nicht nur ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, sondern auch ein Grundverständnis für die technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge der erneuerbaren Energien.

Zur Vermittlung der notwendigen Kompetenzen wird daher ein Lehrplan entwickelt, der erstmalig sozial- und politikwissenschaftliche Erkenntnisse der regionalen Steuerung (regional governance), sowie technische und wirtschaftliche Aspekte unter engem Praxisbezug verknüpft und dabei auf Erfahrungen der Erwachsenenbildung aufbaut.

Der Regionalfonds der Europäischen Union fördert das Vorhaben unter dem Titel „Neue Energien vermitteln – Entwicklung wissenschaftlicher Weiterbildungsmaßnahmen im regionalen Energiemanagement“ mit mehr als 282.000 Euro über eine Laufzeit von drei Jahren.