Neue Skulpturen und Malerei

© Frank-Helge Steuer
Text von: redaktion

Am Freitag, dem 30. März 2012, wird um 19.00 Uhr eine Ausstellung mit neuen Skulpturen und Bildern von Frank-Helge Steuer im Weißen Saal des Künstlerhauses in der Gotmarstraße 1 eröffnet. “Standortbestimmung“ ist das Thema der Ausstellung.

Steuer gehört zu den bedeutendsten Skulpturenkünstlern Göttingens und der Region. Seine Skulpturen können außer in Göttingen an vielen Orten in Deutschland und im Ausland entdeckt werden.

Sie sind aus Stahl, ein Material, das der Zeit entspricht Rostende und nicht rostende Skulpturen, stehende, gesichtslose Figuren, verharrend oder in Bewegung, vereinzelt und in Gruppen angeordnet wie auch auf den Umriss einer Figur oder eines Portraits konzentriert prägen auch die neuen Arbeiten des Künstlers.

Neuerdings erhalten manche Figuren eine gewisse Dreidimensionalität, Arme und Beine treten aus der flach geschnittenen Darstellung der Figur heraus.

Die Auseinandersetzung mit dem Menschen – seine Zugehörigkeit zu verschiedenen Lebenssituationen – das Interagieren mit anderen Menschen, der inhaltliche Zusammenhang mit dem Raum, dem Ort der aufgestellten Skulptur – bestimmen so das Interesse des Künstlers.

Eine Skulptur erhält die genaue Koordinate ihres Standpunktes, sie steht nicht irgendwo sondern im einzigartigen Bezug zum Ort. Der Weiße Raum im Künstlerhaus hat die Koordinaten: N 51° 32’ 4’’ 0 9° 56’ 2’’. Diese Koordinate wird durch eine zentrale Installation innerhalb der Gesamtinstallation hervorgehoben.

Bewusst verzichtet der Künstler nach wie vor auf die Darstellung des Menschen als erkennbare Persönlichkeit, wählt stattdessen die reduzierte menschliche Figur, deren besondere Bedeutung in der Gestik und Körperhaltung zum Ausdruck kommt.

Auch in der Malerei wird deutlich, dass Frank-Helge Steuer sein Handwerk versteht. Er kennt keine Angst vor dem ersten Pinselstrich, Farbe und Formen sind seine Anliegen.

Nicht nur monochrom, glatt und sauber treten die Farbwelten und Formen auf sondern bearbeitet, gespachtelt, gegeneinander und übereinander aufgetragen. Die Sprache seiner Malerei bleibt vielschichtig und vieldeutig, so dass sie für verschiedene Wertschätzungen und Interpretationen offen bleibt.

Es besteht kein Zweifel daran, dass Steuer in seiner neuen Ausstellung alle Register seiner Einsichten und seines Könnens ziehen wird. Triebfeder dazu ist seine stetige „Ruhelosigkeit“, neue Dinge anzugreifen und zu experimentieren.

Ausstellungsende: 29.04.2012