Neue Projekte für die Göttinger Akademie der Wissenschaften

Text von: redaktion

Im dem von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossenen Akademienprogramm 2010 gehen zwei der fünf neuen langfristig angelegten Forschungsprojekte ab 1. Januar 2010 nach Göttingen.

Das Akademienprogramm ist das größte deutsche Forschungsprogramm in den Geisteswissenschaften, das von Bund und Ländern gemeinsam finanziert wird.

Das Projekt „Runische Schriftlichkeit in den germanischen Sprachen“ widmet sich der systematischen Erforschung des ältesten eigenständig entwickelten Schriftsystems innerhalb der germanischen Sprachen, die als Kommunikationsmedium in unterschiedlichen Ausformungen in großen Teilen des heutigen Europa über einen Zeitraum von mehr als 1400 Jahren verbreitet war.

Geforscht werden soll in drei Arbeitsstätten, in Göttingen, Eichstätt und Kiel.

Mit dem Vorhaben „Johann Friedrich Blumenbach-Online“ soll in Göttingen nicht nur der Aufstieg der deutschen Wissenschaft im europäischen Kontext sichtbar gemacht werden, sondern es wird damit auch eine Lücke in der Erschließung der Primärquellen zur Kulturgeschichte der damaligen Zeit geschlossen.

Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) war Professor der Medizin und Naturgeschichte an der Universität Göttingen und als Nachfolger von Albrecht von Haller wesentlich am Aufblühen der deutschen Wissenschaft beteiligt. Seine Schriften sind ein einmaliges Zeugnis der europäischen Dimension der damaligen Gelehrtenrepublik.