Neue Professoren für die Psychiologie

v.l.n.r.: Yvonne Görlich, Frank Albe und Youssef Shiban ©PFH
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Yvonne Görlich und Youssef Shiban werden Professoren für Klinische und Differentielle Psychologie an der PFH Göttingen.

Mit Yvonne Görlich und Youssef Shiban hat die Private Hochschule Göttingen ihre siebte und achte Professur im Studienbereich Psychologie und Wirtschaftspsychologie besetzt. PFH Präsident Frank Albe ernannte Görlich am 21. März zur Professorin für Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik. Shiban übernahm an der Hochschule die zweite Professur für Klinische Psychologie, sein Schwerpunkt liegt in der Interventionspsychologie.

Yvonne Görlich studierte von 1995 bis 2001 Psychologie und Architektur an der Technischen Universität Berlin und promovierte 2003 an der Universität Hohenheim, wo sie auch bis 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin war. 2010 kam sie an die Abteilung für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin (UMG) nach Göttingen und wechselte dort 2013 an die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, wo sie unter anderem in der Angstambulanz arbeitete. Seit 2011 ist sie im Studiendekanat der UMG tätig und beschäftigt sich mit Studierendenauswahl und Studierendenbeurteilung mittels interaktiver Testverfahren. Freiberuflich arbeitet sie seit 2001 als beratende Psychologin für verschiedene Unternehmen sowie seit 2015 im Therapie- und Beratungszentrum Göttingen, wo sie sich vor allem mit der Diagnose und Therapie von Patienten mit psychischen Störungen befasst. Seit Oktober 2017 ist sie als Psychologische Psychotherapeutin approbiert.

Youssef Shiban hat Psychologie von 1998 bis 2003 an der Hebrew University in Jerusalem sowie von 2005 bis 2008 an der Universität Erlangen studiert. Für das Promotionsstudium wechselte er an die Universität Würzburg und schloss dieses 2013 mit dem Doktortitel ab. Seit 2015 befindet sich Shiban im Habilitationsverfahren an der Universität Regensburg und gab die Habilitationsschrift Ende 2017 ab. In seiner Dissertation befasste er sich mit der Behandlung von Angststörungen, für die Habilitation erforschte er darauf aufbauend Methoden der Konfrontationstherapie zur Angstbewältigung. Weitere Forschungsschwerpunkte sind der Einsatz von Virtual Reality in der Angsttherapie sowie die Behandlung von Traumata, insbesondere bei Geflüchteten. Für traumatisierte Flüchtlinge hat sich Shiban auch in mehreren praktischen Projekten engagiert.