Neue Leitung im Stationären Hospiz an der Lutter

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Text von: redaktion

Seit 1. Juni 2013 hat das Stationäre Hospiz an der Lutter eine neue Leitung. Regina Bauer, Krankenschwester und Palliative-Care-Fachkraft, wechselte von der Schwesternstation St. Sixti in Northeim zum Stationären Hospiz an der Lutter in Göttingen-Weende.

Regina Bauer hat als stellvertretende Pflegedienstleitung im ambulanten Pflegedienst gearbeitet. Dort hat sie sich schwerpunktmäßig um den Aufbau eines ehrenamtlichen Mitarbeiterstamms zur Begleitung von Menschen mit Demenz und den pflegenden Angehörigen gekümmert.

In den letzten drei Jahren wurde die immer stärker benötigte Palliativ- Versorgung von Patienten im ambulanten Bereich zu einem weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Die Arbeit mit schwerstkranken Menschen ist der neuen Leitung zu einem Herzensanliegen geworden.

„Es ist wichtig, funktionierende Netzwerke zu installieren, die es ermöglichen, schwerstkranke Menschen optimal zu versorgen“, sagt Regina Bauer. „Das kann bedeuten, dass im häuslichen Umfeld durch den Einsatz von Palliative-Care-Kräften, kompetenten Pflegediensten sowie dem Ambulanten Hospizdienst gute Versorgungsstrukturen geschaffen werden können.“

Als Ergänzung dieser Versorgungsform sieht Regina Bauer das Stationäre Hospiz. Nicht immer ist es möglich, dass Menschen vor ihrem Tod in ihrem häuslichen Umfeld bleiben können.

Umso wichtiger ist es, dass ein „Wie Zuhause“ zur Verfügung steht. Als solch einen Ort beschreibt die 58-Jährige das Stationäre Hospiz, das in Haus 3 auf dem Gelände des Weender Krankenhauses beheimatet ist.

Hier werden Menschen mit einer sehr begrenzten Lebenserwartung aufgenommen, deren Versorgung im häuslichen Umfeld nicht mehr möglich ist.

„Natürlich ist der Umgang mit Leid, Schmerzen und Tod immer herausfordernd, aber auch hoch befriedigend, weil der Kontakt zu dem Kranken oder seinem Angehörigen sehr intensiv ist, weil Leiden gelindert werden kann und weil im Angesicht des Todes das Leben noch einmal eine besondere Intensität bekommt. Auch im Hospiz wird vor dem Tod gelebt“, antwortet Bauer auf die Frage, ob die Arbeit mit sterbenskranken Menschen für die Mitarbeiter im Hospiz nicht zu schwer und zu traurig ist.