Neue Forschungen bei Brustkrebs

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Text von: redaktion

Wissenschaftler der Frauenklinik an der Universitätsmedizin Göttingen erforschen einen neuen Ansatz zum Stopp von Metastasen beim Brustkrebs. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt für drei Jahre mit rund 260.000 Euro.

Die Heilungschancen bei Brustkrebs hängen immer noch sehr davon ab, ob und wie weit der Krebs schon seine Tochterzellen, so genannte „Metastasen“, in den Körper gestreut hat.

Gibt es einen Weg, die Metastasierung gezielt zu stoppen oder zu regulieren? Einen neuen Ansatz dazu untersuchen jetzt Forscher der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe (Direktor Günter Emons) an der Universitätsmedizin Göttingen.

Im Mittelpunkt steht dabei das Hormon Kisspeptin und dessen Wirkung auf Wachstum und Metastasierung beim Brustkrebs und die Frage, ob es das Potenzial hat, die Metastasierung bei Brustkrebs zu hemmen und dabei keine Nebenwirkungen auszulösen.

„Wir untersuchen die Wirkung der Kisspeptine auf Wachstum, Metastasierung und Genaktivierung des Brustkrebses“, sagt Carsten Gründker, Leiter des Forschungslabors in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe an der UMG.

Das wissen die Forscher bislang: Kisspeptine und ihr Rezeptor spielen eine wichtige Rolle in der Biologie vieler Tumoren, insbesondere bei der Metastasierung. Daher ist dieses System für sie hochinteressant und hat Potenzial für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze.

Das Forschungsprojekt soll klären, ob Kisspeptine zur Behandlung von Krebs einsetzbar sind. Die Deutsche Krebshilfe fördert die systematischen Untersuchungen zu Funktion und Mechanismen der Kisspeptine für drei Jahre mit rund 259.000 Euro.