Neubau des ENI Göttingen feierlich eröffnet

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Text von: redaktion

Der Neubau für das European Neuroscience Institute in Göttingen (ENI-Göttingen) wurde am 1. September 2006 offiziell eröffnet. Mit einem Festakt und in Gegenwart prominenter Gäste wurde das Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Der Neubau für das European Neuroscience Institute in Göttingen (ENI-Göttingen) wurde am 1. September 2006 offiziell eröffnet. Mit einem Festakt und in Gegenwart prominenter Gäste wurde das Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben. Teilgenommen haben unter anderem der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, der Präsident der Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. Dr. Kurt von Figura, sowie der bei der Beschlussfassung für den Neubau verantwortliche niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur und jetzige Bundestagsabgeordnete, Thomas Oppermann.

Die Mittel für den Neubau (Gesamtkosten 18,2 Millionen Euro) wurden im Rahmen des Hochschulbauförderungsgesetzes gemeinsam vom Land Niedersachsen und dem Bund zur Verfügung gestellt. Der laufende Betrieb wird durch die Max-Planck-Gesellschaft und den Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen finanziert. Der Neubau des ENI-Göttingen im Nordbereich der Universität bietet jungen Forschern auf insgesamt 3.200 Quadratmetern die Möglichkeit, unabhängig und auf höchstem Niveau zu forschen.

Das Institut widmet sich der experimentellen Forschung über Funktionen und Krankheiten des Nervensystems. Derzeit arbeiten vier Nachwuchsgruppen an der Erforschung der molekularen und zellulären Grundlagen von Hirnfunktionen und problemorientiert auch an der Ursachenanalyse von Störungen. Es werden Grundlagen zur gezielten Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen, wie zum Beispiel Alzheimer oder Parkinson, erforscht. Das ENI-Göttingen besteht seit dem Jahr 2000 als Kooperationsprojekt zwischen dem Bereich Humanmedizin der Georg-August-Universität Göttingen und der Max-Planck. ENI-Göttingen sucht enge Kooperationen mit der Industrie, derzeit besteht eine Zusammenarbeit mit der Firma Schering. Das Institut setzt auf die Förderung junger Wissenschaftler sowie auf internationale Kooperation. Bei der Auswahl der Nachwuchsgruppenleiter wird auf eine ausgewogene europäische und internationale Zusammensetzung geachtet. Exzellente Bedingungen für Forschung machen das Institut attraktiv für die besten Köpfe der jungen Forscher-Generation nicht nur in Europa, sondern weltweit.

ENI-Göttingen ist die Keimzelle eines internationalen Netzwerks mit inzwischen 15 ENI-Instituten in zehn Ländern, die in ähnlicher Form wie im Göttinger Institut Nachwuchsgruppen fördern möchten. Das Netzwerk wurde im Januar 2004 in Alicante / Spanien gegründet. Es umfasst inzwischen Institute in Alicante, Sevilla, Coimbra, Paris, Bordeaux, Straßburg, Lausanne, Rom, London, Bristol, Stockholm, Prag und Warschau. Mit diesen Instituten pflegt das ENI-Göttingen einen regen Austausch in Form von Jahrestreffen, Workshops, Austausch von Doktoranden und Know-how. Die Netzwerkaktivitäten werden von der Europäischen Union in einer sog. ‚Coordination Action‘ über drei Jahre mit einem Gesamtvolumen von 1,28 Millionen Euro gefördert.

Foto oben: Bei der Schlüsselübergabe (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dr. Kurt von Figura (Präsident der Georg-August-Universität Göttingen), Lutz Stratmann (Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur), Dr. Janez Potočnik (EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung), Prof. Dr. Erwin Neher (Vorstand ENI), Prof. Dr. Cornelius Frömmel (Sprecher des Vorstandes Bereich Humanmedizin Göttingen), Dr. Bernd Seilheimer (Schering AG) sowie Prof. Dr. Peter Gruss (Präsident der Max-Planck-Gesellschaft).

Foto unten: Das neue ENI-Gebäude in Göttingen – Westansicht.