“Netzwerk Klassische Archäologie“ prämiert

© Dennis Börsch/VolkswagenStiftung
Text von: redaktion

Die Universität Göttingen gehört zu den Gewinnern des bundesweiten Wettbewerbs “Bologna – Zukunft der Lehre“ der VolkswagenStiftung und der Stiftung Mercator. Das Netzwerk erhält ein Preisgeld in Höhe von 500.000 Euro.

Als eines von insgesamt neun erfolgreichen Projekten prämierte die Jury das „Netzwerk Klassische Archäologie“, das unter der Federführung des Archäologischen Instituts in Göttingen entwickelt wurde.

An dem Projekt mit dem Titel „PONS – Brücke“ sind neben den Göttingern acht weitere Archäologische Institute in Deutschland beteiligt.

Zentraler Aspekt ist neben einem gemeinsamen Kerncurriculum der Studierendenaustausch zwischen den Instituten, der eine breite Grundbildung garantieren und individuelle Schwerpunktwahl ermöglichen soll.

„Da sich die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge in unserem Fachgebiet an jeder Universität anders entwickelt haben, ist ein Wechsel der Hochschule während des Studiums fast unmöglich geworden. Diese Lücke wollen wir mit dem Projekt schließen“, erklärt der Leiter des Göttinger Archäologischen Instituts, Johannes Bergemann.

Die beteiligten Hochschulen wollen den Studienortwechsel mit Beratungs- und Begrüßungsgesprächen begleiten und die Studienleistungen sollen innerhalb des Netzwerks vollständig anerkannt werden.

„Eine geschickt gewählte ,Tour‘ durch zwei oder drei Universitäten führt zur notwendigen sachlichen Breite und erlaubt es außerdem, spezifische Vertiefungen in die Ausbildung zu integrieren“, so Bergemann.

Zu den weiteren Maßnahmen des Projekts gehören unter anderem eine Internetplattform, auf der sich alle beteiligten Institute mit ihren Schwerpunkten präsentieren, Unterstützung bei der Wohnungssuche sowie eine fortlaufende interne und abschließende externe Evaluierung.

„Die Universität Göttingen erwartet von dem Projekt beispielgebende und damit auch übertragbare Impulse für andere ,kleine Fächer‘ zum universitätsübergreifenden Studium“, so Universitätsvizepräsident Wolfgang Lücke.

Die VolkswagenStiftung und die Stiftung Mercator hatten für den Wettbewerb jeweils fünf Millionen Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt.

Von 350 teilnahmeberechtigten deutschen Hochschulen hatten sich 105 beworben. Unter den insgesamt 180 Antragsskizzen wählte die Jury 25 Vorschläge aus.