Nationale Auszeichnung für Göttinger Stadtentwicklungsprojekt

Text von: redaktion

Die Stadt Göttingen erhält für ihr Stadtentwicklungsprojekt “Vielfältige Orte“ das Label der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie von Ländern, Kommunen und Verbänden.

Mit der Auszeichnung werden praxisnahe Konzepte gewürdigt, durch die in der „Leipzig Charta“ der EU-Mitgliedsstaaten niedergelegte Grundsätze einer nachhaltigen und integrierten Stadtplanung und -entwicklung beispielhaft Umsetzung finden.

Finanzielle Zuwendungen sind mit der Label-Vergabe nicht verbunden.

Seit 2008 erfolgt in Göttingen eine sogenannte „Nachinventarisierung“, d.h. eine umfassende Bestandsuntersuchung und -bewertung der über Jahrhunderte gewachsen innerstädtischen Baustruktur.

Der Stadtgrundriss und die Gebäude in ihrer spezifischen Gestaltung sind „das materielle Gedächtnis der Stadt, deren Identitätsspeicher“, wie es die beiden von der Stadt beauftragten Projektleiter, der ArchitekturwissenschaftlerMichael Christian Müller und der Bauhistoriker Burkhard Wollenweber, formulieren.

Neben der Sicherung der vorhandenen Bausubstanz ist es das Ziel ihrer Arbeit, einen „baukulturellen Werte- und Entwicklungsplan“ zu erstellen und ihn in das Innenstadtleitbild zu integrieren, das zur Zeit überarbeitet wird.

So will man die zukünftigen Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Flächen und Quartiere der City herausarbeiten. 2011 soll die Göttinger Öffentlichkeit durch eine Ausstellung und eine Dokumentation die Möglichkeit erhalten, die Projektergebnisse kennen zu lernen und zu diskutieren.