Nacht des Wissens

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Tomatenzellkern, Roboterarm und Hieroglyphen – all das und noch viel mehr wird bei der zweiten Göttinger Nacht des Wissens zu entdecken sein. Bei mehr als 230 Veranstaltungen an über 20 Standorten im Stadtgebiet können Wissenshungrige am 17. Januar kostenfrei dabei sein.

„Am Göttinger Bahnhof steht ‚Göttingen – Stadt die Wissen schafft‘, unsere Veranstaltung macht diesen Slogan lebendig“, erklärte Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen bei der Programmvorstellung zur Nacht des Wissens 2015. Und bei der Vielfalt der Angebote muss sich die Stadt tatsächlich keineswegs verstecken. Im Gegenteil – das Deutsche Primatenzentrum wird beispielsweise einen Diagnosekoffer für Ebola vorstellen, mit dessen Hilfe und einer Speichelprobe des Patienten das Virus innerhalb von 15 Minuten nachgewiesen werden kann. Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt lockt die Weltraumsimulationskammer, im Universitätsklinikum können Besucher durch ein riesiges Gehirn wandern und im Zentralen Hörsaalgebäude wird demonstriert, wie die Verdauung von Wiederkäuern funktioniert.

Mit den Veranstaltungen werden alle Altersklassen angesprochen. Knochenpuzzle und Samurai für die Kleinen, Vorträge und Diskussionen über die Stromversorgung der Zukunft oder das ‚Böse‘ im Gehirn für die Erwachsenen.

„Ich bin ganz begeistert von der Nacht des Wissens“, sagte Beisiegel. Das Interesse der ersten Nacht des Wissens sei enorm gewesen. Auch in diesem Jahr hoffen die Veranstalter auf mindestens 15.000 Besucher. In anderen großen Städte steht die Nacht des Wissens schon lange auf der Liste der jährlichen Events. Dort ist das Konzept bereits etabliert und ebenfalls sehr beliebt. In Göttingen liegen die Veranstaltungsorte allerdings, im Gegensatz zu Großstädten wie Berlin oder Frankfurt, alle nahe beieinander, sodass viele unterschiedliche Veranstaltungen besucht werden können. „Ein klarer Vorteil und sehr gut für die Veranstaltung“, findet Beisiegel, die die Nacht des Wissens bereits aus ihrer Zeit in Hamburg kennt.

Rund 1.000 Personen waren im Vorfeld mit der Organisation, Planung und Vorbereitung der Veranstaltung beschäftigt. Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 99.000 Euro, der Besuch der Veranstaltungen ist für alle Teilnehmer kostenfrei.

Vorträge, Mitmachaktionen, Diskussionen und Ausstellungen sind an folgenden Stadtorten zu finden: Nordcampus, Klinikum, Zentralcampus, Innenstadt, Südstadt und HAWK. Zwischen den Veranstaltungsorten pendelt ein kostenloser Fahrdienst.

Mehr zum Programm und den Veranstaltungsorten finden Sie auf der Homepage der Nacht des Wissens.