Nachhaltiges Sharing von E-Scootern

©Stadtwerke Göttingen AG
Text von: redaktion

Ab Freitag, den 6. März 2020 werden im Laufe des Nachmittags 100 E-Scooter im Sharing-Betrieb in Göttingen bereitgestellt sein. Anbieter ist das lokale Carsharing-Unternehmen YourCar. Kooperationspartner der ersten Stunde für das umweltfreundliche Mobilitätskonzept sind die Stadtwerke Göttingen.

Die beiden Partnerunternehmen wollen mit den E-Scootern die Sharing-Mobilität in Göttingen ausbauen. Das E-Scooter-Angebot trägt den Namen Yoio und ist ausschließlich via App auf dem Smartphone zu buchen.

Im Zusammenspiel mit dem Carsharing-Angebot von YourCar hoffen die Betreiber, dass das EScooter-Angebot dazu beiträgt, den Besitz von privaten Pkw in Göttingen zu reduzieren. „Wir sehen die E-Scooter auch als Zubringer zu den Carsharing-Fahrzeugen von YourCar“, erläutert Boris Hillmann, Geschäftsführer der YourCar GmbH. Der Nutzer kann folglich mit dem E-Scooter zum YourCar-Auto fahren, den Scooter an geeigneter Stelle vor Ort abstellen und dann seine Erledigungsfahrt mit dem Carsharing-Fahrzeug fortsetzen. „Urbane Mobilität muss im Einblick auf die Klimakatastrophe und die steigenden Zulassungszahlen von privaten Pkw auch in Göttingen neu gedacht werden“, sagt Hillmann. „Mit Yoio wollen wir gemeinsam mit den Stadtwerken einen weiteren nachhaltigen Beitrag dazu für Göttingen leisten!“

Zum Start von Yoio sollen auch kostenlose Fahrsicherheitstrainings für alle Interessierten ab 18 Jahren angeboten werden. Termine und mehr Informationen dazu seien in Kürze auf den Yoio-Facebook- und Instagram-Seiten zu entnehmen. Befürchtungen, dass das Angebot negative Schlagzeilen provozieren könnte, haben die beiden Kooperationspartner nicht. „Wir überfluten Göttingen ja nicht mit abertausenden von E-Scootern und es gibt klare Regeln, wie und wo die Yoio-Scooter zu nutzen und insbesondere auch abzustellen sind.“ erklärt Hillmann. Verkehrssünder gebe es zwar überall, man müsse aber auch die Relationen betrachten. „Natürlich kennen wir die negativen Berichte aus den großen Metropolen. Wir kennen aber auch die positiven Berichte aus kleineren Städten. Bei etwa 100.000 Fahrrädern und über 50.000 in Göttingen zugelassenen privaten Autos, werden die Nutzer der 100 bis perspektivisch 300 E-Scooter von Yoio sicherlich nicht die hauptsächlichen Verursacher für mögliche Verkehrsvergehen in Göttingen sein.“

Für Göttingen insgesamt ergeben sich aus Sicht von Hillmann mit dem neuen lokal verankerten Mobilitätsangebot einige Vorteile:
• Innovative, moderne (Mikro-)Mobilität als Attraktivitätsfaktor (Stichwort: smart city)
• Einstieg zum Umdenken in Richtung nachhaltige multimodale Mobilität
• Fördert Verzicht auf eigenes Auto und den Umstieg auf Kfz-Alternativen (Kombination mit Carsharing & ÖPNV)
• Regionale Wertschöpfungskette, Geld zirkuliert also in der Region und fließt nicht in andere Regionen oder ins Ausland ab
• Stärkung der lokalen, nachhaltig ausgerichteten Partnerunternehmen

Dass das lokale E-Scooter-Sharing von Yoio umfassend nachhaltig ausgerichtet ist, liegt laut Angaben von Hillmann nicht nur an der Verwendung des grünen GöStroms der Stadtwerke Göttingen und dem Einsatz eines Erdgas-Transporters für die E-Scooter-Logistik, sondern ergibt sich auch aus dem Vergleich von Yoio mit anderen Anbietern auf dem Markt:

Internationale E-Scooter-Verleiher

• Fokus auf internationale Expansion
• Entscheider sind nicht erreichbar
• Nachhaltigkeit spielt untergeordnete Rolle
• Unklare Öko-Bilanz
• Einzelner E-Scooter spielt keine Rolle
• Auswirkung gering, wenn es in einer Stadt Probleme gibt

Yoio aus Göttingen
• Fokus auf Bedürfnisse von Göttingen
• Entscheider sind in Göttingen vor Ort
• Nachhaltigkeit ist gelebte Praxis
• 100 Prozent Öko-Strom (GÖSTROM)
• Jeder E-Scooter als solcher ist wichtig
• Auswirkung erheblich, wenn es in der einen Stadt Probleme gibt