Nachhaltig investiert

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Text von: redaktion

Am 29. April 2010 lud die ZUFALL logistics group zum alljährlichen Pressegespräch und zeigte trotz Umsatzrückgang in 2009 Zuversicht.

„Die Rahmenbedingungen waren suboptimal“, umschreibt Geschäftsführer Heinz-Günter Bäsell das Krisenjahr 2009. Dennoch investierte das Unternehmen im letzten Jahr kräftig:

So wurde das Logistik Center in Kandel in Betrieb genommen, in dem die Ersatzteil-Logistik für den Automobilzulieferer Bosch abgewickelt wird und das mit einer Lieferbereitschaft von 99,9 Prozent auf bestem Weg zu „best in class“ ist. Aber auch an den ZUFALL-Standorten Fulda-Rodges, Nohra und Neuenstein bei Bad Hersfeld wurde kräftig investiert.

Über 75.000 Quadratmeter sind neu entstanden, so dass an reiner Logistikfläche 200.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Der Bereich Kontraktlogistik konnte einen Zuwachs von 31 Prozent verzeichnen, der Umsatz liegt bei 21,6 Millionen Euro. Für das Jahr 2010 werden 23,2 Millionen Euro erwartet und Bäsell zeigt sich zuversichtlich, dass spätestens in zwei Jahren ein Umsatz von 25 Millionen erreicht werden kann.

Auch die Kapazitäten der Transportlogistik wurden erweitert. „2009 war ein Jahr der Schadensbegrenzung“, gibt Geschäftsführer Jürgen Wolpert zu, „doch wir investieren nachhaltig“ und weist auf die neue Speditionsanlage in Haiger hin mit einer Investitionssumme von 6,5 Millionen Euro, und die Erweiterung der Umschlagfläche in Göttingen mit einer Investitionssumme von 2 Millionen Euro.

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) in Göttingen wurde am 1. April 2010 übernommen und bietet neben dem Großkunden Novelis noch 2.400 Quadratmeter Fläche, die vorzugsweise an regionale Unternehmen vermarktet werden soll. Auch Wolpert sieht das Unternehmen auf sicherem Kurs und erwartet – nach einem Umsatzrückgang von 9,3 Prozent in 2009 – wieder ein Umsatzwachstum von 5 Prozent.

„Doch wir werden uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und uns künftig der Entwicklung neuer Geschäftsfelder widmen, die noch erhebliches Potential bergen“, versprach Wolpert. Näheres wollte er jedoch nicht verraten. Zukäufe seien nicht geplant und an Investitionen seien 3 Millionen Euro als „normale“ Ersatzinvestition für IT sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung geplant.

Die solide Finanzpolitik hat sich schließlich auch 2009 bewährt, der Personalstand konnte mit ca. 380 Mitarbeitern bundesweit gehalten werden. Auch dank der Möglichkeit der Kurzarbeit, die noch immer „punktuell“ genutzt wird und auch verlängert werden soll, so Geschäftsführer Gerhard Grüneklee, der dabei betont: „Die mittelständische Unternehmenskultur ist von Verantwortungsbewusstsein geprägt.“

Zur allgemeinen Geschäftslage äußert sich der Beiratsvorsitzende Gerhard Müller positiv: „Die Gesellschafter sind zufrieden. 2009 hinterlässt auch Spuren, aber es ist weiterhin eine vernünftige Basis gegeben.“ Immerhin beträgt die Eigenkapitalquote über 50 Prozent und die Investitionen von 7,1 Millionen Euro konnten aus dem Cash-Flow bezahlt werden.

Mittlerweile hat sich die Lage im ersten Quartal leicht entspannt. Eine Orientierung bietet weiterhin die „Strategie 2012“, die sich einem werthaltigen Wachstum verschrieben hat.