Musikalischer Lichtbogen

Text von: redaktion

Ein klanglicher “Lichtbogen“ leitet das 4. Konzert der “Kleinen Reihe“ am 19. Februar 2010 in der Göttinger Stadthalle ein. Gemeint ist damit der Titel eines neuen Orchesterwerkes von Jörn Arnecke, das vom Göttinger Symphonieorchester (GSO) uraufgeführt wird.

Arnecke war 1998 Gewinner des Kompositionspreises zur Förderung junger niedersächsischer Komponisten und bekleidet die Ligeti-Professur an der Hamburger Musikhochschule.

Bei seinem „Lichtbogen“, einem Auftragswerk des GSO, spricht er mehr im Stile eines Physikers denn als Komponist von zwei Elektroden, die unter großer Spannung einen „Lichtbogen“ erzeugen, der einen Raum überbrückt, ein ganzes Spektrum von Farben aufweist und der eine große Leuchtkraft entwickelt.

Mit zwei Werken osteuropäischer Komponisten schafft Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller zudem einen attraktiven Rahmen für die Uraufführung.

Der russische Pianist Kirill Gerstein spielt Sergej Rachmaninows zweites Klavierkonzert, und für den finalen klanglichen Akzent sorgt Antonín Dvořáks tragisch-pathetische siebte Symphonie.

Sonder-Zyklus im Deutschen Theater in Göttingen

Auch in diesem Jahr werden drei Konzerte im intimen Ambiente des Deutschen Theaters verschiedene Facetten der „Wiener Klassik“ klanglich beleuchten.

Das Auftakt-Konzert am 25. Februar ist dem „Sturm und Drang in g-moll“ gewidmet mit Werken von Joseph Haydn, Johann Christian Bach, Johann Baptist Vanhal und Wolfgang Amadeus Mozart.

Es moderiert die Musikwissenschaftlerin Dorothea Schröder. Die musikalische Leitung hat ein Spezialist für die ausgefallene Sinfonik des 18. und 19. Jahrhunderts, dessen spezielles Engagement nach seiner Wiener Studienzeit besonders der Wiener Klassik gilt.