Digitale Zukunft in St. Martini

©St. Martini Krankenhaus / Peter Passenberg und Clemens Borkert bei der Besprechung einer Röntgenaufnahme
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St. Martini befindet sich mit großen Schritten auf dem Weg in die digitale Zukunft. Nachdem im Rahmen des Projektes  Radiologie 2015 das neue CT520 am 2. Dezember, nach einer Woche Umbauphase, für die Patientenuntersuchung freigegeben wurde, konnten die weiteren Projektschritte ebenfalls abgeschlossen werden. Dieses beinhaltet weitere Digitalisierungsschritte in der Radiologie, um das Krankenhaus St. Martini für die Zukunft fit zu machen.

Die Röntgenuntersuchungen können jetzt direkt von den verschiedensten Abteilungen per Computer gezielt in der Radiologie, mit der rechtfertigenden Indikation angefordert werden. Durch die  Erweiterung des AGFA KIS-System (Krankenhaus-Informationssystem) um die Komponente RIS (Radiologie-Informations-System) konnte dies realisiert werden. Das Speicherfoliensystem, bestehend aus Reader und Speicherfolienkassetten, sind komplett erneuert und somit auf den Stand der Technik gebracht. Hierdurch ist ein weiterer Baustein zur Strahlenreduktion geschaffen.

Den Abschluss des Projektes Radiologie 2015 erfolgte  durch die Implementierung eines PACS (Picture Archiving Communication System). Hiermit ist es direkt über die installierten Befundungsarbeitsplätze möglich, die Bilder zu betrachten und zu befunden. Allein 500 MB groß ist das durchschnittliche Datenvolumen einer einzigen Computertomographie-Untersuchung. Zum Vergleich benötigt ein Bild, aufgenommen mit einer Digitalkamera 8 MB Speicherplatz. Mit dem neuen PACS-System landet diese „Datenflut“ nicht nur auf dem Datenspeicher. Auf Knopfdruck sind die Bilder sofort bei Ärztebesprechungen auf Großbildschirmen in den Besprechungsräumen online verfügbar. Über einen Webbrowser ist es den einzelnen Ärzten möglich auf ihren Arbeitsplätzen die durchgeführten Röntgenuntersuchungen mit Befundung einzusehen. Mit dem PACS-System wurde durch die Anschaffung eines CD/DVD-Brennroboters das System abgerundet.

„Durch den Abschluss des Projektes Radiologie 2015 in unserem Krankenhaus konnte der Workflow erheblich verbessert werden. Die Zeit für das Suchen von älteren und auch aktuellen Röntgenaufnahmen wird damit auf nahezu null reduziert, da diese „just in time“ online zur Verfügung stehen“, erklärt Ulrich Merten, Technischer Leiter des St. Martini. „Dies ist ein weiterer Schritt, unser Krankenhaus zum Wohle des Patienten für die Zukunft zu rüsten“, ergänzt Krankenhausgeschäftsführer Markus Kohlstedde.