MobilitätsTalk blickt in die Zukunft

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Text von: redaktion

“Ohne effiziente Logistik geht es nicht“ hieß es beim 20. MobilitätsTalk. Initiator Klaus Richter, Manager des Logistik- und MobilitätsCluster Göttingen/Südniedersachsen (L.M.C), begrüßte seine Gäste erneut für Expertenvorträge im Hotel Freizeit In und zum anschließenden Talk in der Orient Lounge.

„Der Süden Niedersachsens hat Fahrt aufgenommen – und wird dies hoffentlich auch noch weiter tun“, leitete Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) seine Grußworte ein. Südniedersachsen zähle mittlerweile zu den aufstrebenden Wirtschafts- und Logistikregionen, nicht nur dank der Infrastruktur sondern auch dank des MobilitätsTalks (MT). 2006 ins Leben gerufen, sei der MT bereits zwei Jahre später zum Unternehmerforum der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg aufgestiegen und sorge für Sichtbarkeit. Die vielfältigen, entstandenen Kooperationen und Geschäftsbeziehungen seien außerdem die denkbar beste Grundlage für das L.M.C.

Meyer äußerte seine Freude darüber, dass der Fraunhofer-Almanach Göttingen 2011 erstmals unter den aufstrebenden und zukunftsweisenden Standorten verzeichne. „Dazu haben auch die Mitglieder dieses Clusters, 60 an der Zahl, beigetragen.“ Die Weichen für diese positive Entwicklung gestellt hätten „Klaus und Klaus“: Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH sowie Klaus Richter. Vernetzung und Zusammenarbeit seien die Stichworte, die das Cluster prägen. Meyer: „Vernetzung führt mitunter aber auch zu Verknotung.“ Nur harte Arbeit schaffe Erfolge, wie sie das L.M.C. vorzuweisen habe.

Zukunft bei Zufall

Dass der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf die Region auch der ZUFALL logistics group zu schaffen machen, betonte Detlef Hofmann von der Zufall logistics group. „Das Personalthema beschäftigt uns bei einem Mitarbeiterzuwachs von 60 Prozent in den vergangenen Jahren intensiv“, stellte er heraus. An allen Standorten sehe sich Zufall mit stark rückläufigen Geburtenraten konfrontiert, zeitgleich altern Mitarbeiter wie auch Führungskräfte. So habe sich Zufall auf völlig andere Art mit Ausbildung beschäftigt, um möglichen Nachwuchs anders anzusprechen und zu gewinnen. Entstanden ist das Portal www.ausbildung-bei-zufall.de, auf dem Bewerber alles zum Unternehmen erfahren, aber auch Tipps und Tricks für die Bewerbung. Die Zielgruppe soll zusätzlich durch die lockeren, informativen Werbespots angesprochen werden (faktor berichtete).

Jörg Rotthowe stellte die Zukunftspläne von Zufall vor und erläuterte, wie sich der Logistikdienstleister aktuellen Herausforderungen stellt. In 25 Themenfeldern ist Zufall derzeit aktiv und bilde so die Basis für weiteres Wachstum sowie eine Kultur der ständigen Veränderung. Ein Fokus liegt dabei auf der Zukunftswerkstatt der System Alliance, in deren Kontext sich Zufall um die Identifizierung und Bearbeitung künftiger Trendthemen kümmert. Zu diesen gehören die Bereiche Gesellschaft und Individuum, Technologie und Innovation, Wirtschaft und Unternehmen, Politik und Recht, Umwelt und Ressourcen sowie Branchentrends Logistik. Auch auf die eigene Marke bzw. die Markenbildung will Zufall demnächst mehr Aufmerksamkeit lenken.

Probleme durch Vielfalt lösen

Stefan Schröder, logistikportal niedersachsen e. V., steuert den Expertenvortrag „Logistik – quo vadis?“ bei. Er stellte sieben Thesen vor, mit denen die Logistik – seiner Auffassung nach eine Branche, die auch immer von allen aktuellen Änderungen in anderen Bereichen betroffen sei – Herausforderungen begegnen könne. Einen besonderen Tipp hatte er für die Logistikstrategie der Region im Gepäck: „Kunden kommen mit Problemen, dafür wollen sie Lösungen – welche Antworten sich aus den Fakten eines einzelnen Unternehmens ergeben, interessiert wenig.“ Welche Vielfalt sich aber durch modulare, abgestimmte Angebote ergebe, sei von großem Interesse, ist Schröder sicher. „Kooperationen sind der Schlüssel zum Erfolg.“

Für gute Zusammenarbeit zeigte sich auch Klaus Richter noch erkenntlich: Sein Dank ging an alle Sponsoren, die den MobilitätsTalk erst in dieser Qualität möglich machen. „Ohne Sie ginge es nicht.“