Mobil, integriert, effizient

Text von: redaktion

Arbeiten, wie, wann und wo Sie wollen – Florian Reinhold zeigt, wie’s geht.

Lange Zeit war die Standardisierung das oberste Design-Kriterium im Desktop-Management. Jeder Arbeitsplatz im Unternehmen sollte nach Möglichkeit über eine identische Software-Zusammenstellung verfügen. Bei der Hardware gab es drei oder vier Optionen – je nach Funktion, Aufgabenbereich und Anteil mobilen Arbeitens. Internetanschluss und Telefon vervollständigen den Standardarbeitsplatz.

Dieses Vorgehen war und ist berechtigt, denn eine standardisierte Hardware-/Software-Umgebung führt zu erheblichen Einsparungen bei der Betreuung und zu einem Sicherheitsgewinn.

Allerdings steigert es nicht unbedingt die Effizienz und Sicherheit des Mitarbeiters. Wer häufig mobil arbeitet oder Teile der Wochenarbeitszeit im Home Office verbringt, hat ganz spezifische Wünsche an die jeweiligen Endgeräte. Und zu „unbequeme“ Sicherheitslösungen werden umgangen – und sei es durch Auslagerung von Dokumenten auf den privaten PC.

Es gilt also, die Anforderungen an immer flexiblere Büroumgebungen und mögliche Standardisierung zur Senkung der IT-Kosten gleichermaßen umzusetzen. Dabei helfen Technologien wie die sogenannte Desktop-Virtualisierung, bei der die eingesetzte Hardware für die Nutzung von Standard-Anwendungen in den Hintergrund rückt.

Die nötige Rechenleistung wird über Server bereitgestellt und als virtuelle Umgebung auf dem Endgerät dargestellt. Die Endgeräte dienen nur noch als Ein- und Ausgabeeinheiten. Jeder Anwender arbeitet in einer eigenen virtuellen Systemumgebung, die sich im Prinzip wie ein vollständiger lokaler Computer verhält. Für den Anwender werden dabei keine Unterschiede sichtbar. Und er kann sich sein „Lieblings-Endgerät“ weitgehend frei aussuchen, egal ob es ein iPad ist, ein PC oder ein ThinClient.

Damit ortsunabhängiges Arbeiten im Team oder die gemeinsame Abwicklung verteilter Projekte effizient darstellbar sind, müssen neben der reinen Infrastruktur auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit über die Informationstechnologie geschaffen werden.

Hierfür existiert heute ein breites Spektrum an etablierten, hinreichend sicheren Werkzeugen. Sie ermöglichen es, dass beispielsweise der Projektleiter von unterwegs auf die gesamte Firmen-Infrastruktur, E-Mails oder Dateien zugreifen kann. Ebenso kann aus dem Homeoffice über die Unternehmens-Telefonanlage telefoniert werden. Sogenannte Soft-Phones machen es möglich, dass beispielsweise der Gesprächspartner die Firmendurchwahl des Mitarbeiters angezeigt bekommt.

Angesichts des Fachkräftemangels stellen solche Lösungen wichtige Vorteile beim Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte dar – gerade wenn der Stammsitz des Unternehmens nicht nahe einer attraktiven Großstadt liegt.

Ein weiterer Trend sind Knowledge-Management- und Portallösungen, die zurzeit das klassische Intranet ersetzen. Über einen Webbrowser kann auf Unternehmensdaten zugegriffen werden. Die akkumulierten Informationen der Kollegen sind von nahezu überall her verfügbar – ebenfalls ein nicht zu unterschätzender (Wettbewerbs-)Vorteil.

Gleichzeitig macht dieses Beispiel deutlich, wie sorgfältig der Zugriff auf diese Systeme abgesichert werden muss. Spezifische Collaboration-Konzepte berücksichtigen insbesondere Aspekte der mobilen Sicherheit. Die Datenübertragung muss über SSL oder IPSec VPN gesicherte Verbindungen erfolgen. Ein Zugriffsschutz auf Tools und Portalseiten muss ebenso gegeben sein wie die Sicherung der mobilen Geräte für den Fall eines Diebstahls.

Autor Florian Reinhold ist Key-Account-Manager der MOD-Gruppe. Weitere Informationen: www.mod-gruppe.de