Mittelstand hofft auf billigere Geldtransfers

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Text von: redaktion

Mittelständische Unternehmen in Deutschland sehen der Umstellung auf einen einheitlichen europäischen Zahlungsraum (Sepa) größtenteils positiv entgegen. Nur ein knappes Viertel (23 Prozent) rechnet mit einem hohen oder sehr hohen Aufwand für die Umstellung.

Wie das Handelsblatt berichtet, gehen 76 Prozent der Befragten aber von positiven Folgen durch Sepa für sich aus. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV).

Über die Hälfte der Unternehmen überweisen oder beziehen demnach zehn Mal oder noch häufiger im Monat Geld im innereuropäischen Zahlungsverkehr. 21 Prozent der befragten Mittelständler führen sogar mehr als 100 innereuropäische Finanztransaktionen pro Monat durch. „Für Kunden mit vielen grenzüberschreitenden Transaktionen rechnet es sich, so früh wie möglich umzusteigen“, sagte Bernd M. Fieseler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV dem Handelsblatt. „So können sie auch ihre ausländischen Kontenverbindungen reduzieren.“

Überweisungen im Sepa-Format sind ab 28. Januar kommenden Jahres möglich. Die europäische Lastschrift wird 2009 folgen. Die Sparkassen-Finanzgruppe wolle möglichst schon Anfang 2009 die Möglichkeit bieten, sagte Fieseler. Dann wollen die Sparkassen auch kostenpflichtige Zusatzleistungen wie die Mandatsverwaltung und die tagesgenaue Prognose des Liquiditätsstatus der Kunden anbieten.