Mit Team-Performance an die Spitze

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Text von: redaktion

Alles wird schneller, unsere E-Mails haben mittlerweile Lichtgeschwindigkeit erreicht und schaffen es damit in einer Sekunde fast acht Mal um die Erde.

Aber was ist mit dem Rest des Unternehmens? Um auch hier Fahrt aufzunehmen, haben sich das Team und die Teamorganisation als Ergebnisbeschleuniger in den meisten Unternehmen bewährt. Getreu dem Motto ,vier Augen sehen mehr als zwei‘ versprechen sich Unternehmen von der Konzentration des Fachwissens ihrer Mitarbeiter besonders schnell gute Ergebnisse. Die Realität sieht anders aus, und so wird diese Logik nur allzu oft von der Gruppendynamik im Team durchkreuzt. Menschen sind soziale Wesen, und deshalb gelingt es vielen Teams nicht, die bestmöglichen Ergebnisse zu erreichen, obwohl das traditionelle Fachwissen und alle benötigten Tools vorhanden sind. Falsch gedeutete Kommunikation und die Angst vor Konflikten können die Entscheidungsprozesse in einem Team lähmen. Sie führen entweder dazu, dass Mitarbeiter ,ihr Fähnchen in den Wind hängen‘, anstatt dem eigenen Standpunkt treu zu bleiben, oder treiben durch eine polarisierende Diskussion die Mitarbeiter mit ihren einzelnen Positionen auseinander.

Auch in Hightech-Unternehmen halten Teams gerne an altbewährten Strukturen fest. Häufig findet man gerade dort eine sehr geringe Bereitschaft für Veränderungen. Dabei lassen sich die Arbeitsabläufe und Ergebnisse der meisten Teams ohne großen Mehraufwand beschleunigen. Die Untersuchung von Top- Teams in unterschiedlichen Arbeits- und Unternehmenskulturen hat vier mentale Erfolgsfaktoren hervorgebracht:

  • Erstens einen Teamgeist, der individuelle Stärken der Mitarbeiter dort einsetzt, wo sie am dringendsten benötigt werden. Hier ist insbesondere das Vertrauen der Teammitglieder untereinander wichtig. Es ist die Aufgabe des Teamleiters, einen Vertrauensvorschuss zu erwerben und diesen verantwortungsvoll zu nutzen.
  • Zweitens ein professionelles Konfliktmanagement, also eine konstruktive Streitkultur, die alle im Team vorhandenen Meinungen und Einstellungen angemessen berücksichtigt. Nur so kann ein Team zu einer Entscheidung gelangen, die von allen Mitgliedern mitgetragen werden kann.
  • Drittens die individuelle Verantwortung und Messbarkeit und damit die Bereitschaft der Teammitglieder, individuell Verantwortung zu übernehmen und sich am Teamerfolg und den eigenen Ergebnissen messen zu lassen.
  • Viertens die Fokussierung auf das Ziel, die nicht zuletzt einen Teamleiter erfordert, der die Unternehmens-, Projekt- und Individualziele aufeinander ausrichten kann und für das Team einen Freiraum schafft, der Spitzenleistungen auf diese Art erst ermöglicht.

Geschwindigkeit im Unternehmen kann durch einen enormen Kraftaufwand erreicht werden, einfacher scheint es allerdings, die Reibungsverluste möglichst klein zu halten. Oder wie der bekannte Fußballtrainer Ottmar Hitzfeld einmal gesagt hat: Es gewinnen nicht die besten elf Spieler, sondern es gewinnt immer die beste Elf!