Mit dem Elan von Las Vegas nach Nörten-Hardenberg

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Text von: redaktion

Markus Beerbaum ist zurück aus Las Vegas, wo er beim Weltcup-Finale mit Leena einen hervorragenden dritten Platz belegte. Zum Burgturnier in Nörten-Hardenberg kommt der Reiter regelmäßig und gerne und stand im Vorfeld des Turniers für ein kurzes Interview zur Verfügung.

Der Springreiter wurde 1970 als jüngster Spross der Familie Beerbaum geboren und wuchs in Adelebsen auf. Seit seinem 20sten Lebensjahr ist der kleine Bruder von Spitzenreiter Ludger Beerbaum im internationalen Springsport aktiv. Zu seinen größten Erfolgen zählen neben zahlreichen Siegen in Großen Preisen der Gewinn der Mannschafts-Goldmedaille bei der WM 1998 und die Mannschaftsgoldmedaille bei der EM 1997.

Herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz beim Weltcup-Finale in Las Vegas. Hatten Sie mit so einer tollen Platzierung gerechnet?

Ich hatte gehofft mit Leena unter die ersten Zehn zu kommen, weil ich wusste, dass sie in super Form ist. In Amsterdam und London haben wir das Weltcup-Springen gewonnen und auch kurz zuvor in Dortmund hat sich die Stute toll gezeigt. Aber ich hätte nie damit gerechnet unter die ersten Drei zu kommen.

Leena ist zurzeit in Top-Form. Was zeichnet sie aus? Wo liegen ihre Stärken?

Leena ist bekannt dafür, dass sie das schnellste Pferd der Welt ist. Das ist ihre größte Qualität. Dazu hat sie ein großes Kämpferherz und auch wenn sie vom Vermögen an ihre Grenzen stößt, gibt sie trotzdem alles.

Mit Leena haben Sie 2005 die Hardenberg Trophy gewonnen. Welche Pferde werden Sie in diesem Jahr nach Nörten-Hardenberg mitbringen?

Beerbaum: Für eine definitive Aussage ist es jetzt noch zu früh, aber die Chance ist groß, dass Leena dabei ist.

Welche Bedeutung hat das Hardenberg Burgturnier für Sie und was zeichnet es aus?

Beerbaum: Ich bin in Göttingen geboren und es ist immer wieder schön für mich, in meine Heimat zurückzukehren. Zudem hat das Turnier ein besonderes Flair. Die Stimmung ist sehr familiär, weil sich die Familie von Hardenberg viel Mühe gibt. Der Platz ist einzigartig, weil er mehr einen Indoor-Charakter hat. Deshalb muss man Pferde mitbringen, die damit am besten zu recht kommen.

Die Leistungen der deutschen Reiter in Las Vegas waren sehr gut. Wie stehen für die Deutschen die Chancen auf eine Medaille bei den Europameisterschaften in Mannheim in diesem Jahr?

Beerbaum: Den Weltcup und das Championat in eigenen Land kann man nicht vergleichen, weil beim Weltcup Reiter an den Start gegangen sind, die für die EM gar nicht zur Disposition stehen. Aber bei der EM haben wir aber sicher eine Favoritenrolle und ich glaube, dass die Chancen auf eine Medaille ziemlich gut stehen.