Minah verpasst Olympia-Quali

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Text von: redaktion

Der Göttinger Zehnkämpfer Jacob Minah konnte sich beim Meeting in Ratingen am vergangenen Wochenende nicht für die olympischen Spiele in Peking qualifizieren. Mit 7971 Punkten war er am Ende nur fünftbester Deutscher.

Zuversichtlich fuhr Jacob Minah zum Meeting der Zehnkämpfer ins nordrhein-westfälische Ratingen. Nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe in Götzis Ende Mai wollte er voll angreifen und sich für Peking qualifizieren. Wenn alle Fäden zusammenliefen, würde er dies auch sicher schaffen, versicherte er selbstbewusst.

Auch in Ratingen fand Minah wie schon in Götzis gut in den Wettkampf: Die 100 Meter absolvierte er in 10,74 Sekunden, der zweibesten gelaufenen Zeit aller Starter. Allerdings verspürte er schon hier leichte Schmerzen im Rücken, die sich im Laufe des Wettkampfes nicht wieder besserten. Pech hatte er zudem noch im Weitsprung als ein für ihn perfekter Versuch von den Wettkampfrichtern für ungültig befunden wurde. So reichte es nur für 7,32 Meter, die weit unter seinen Möglichkeiten liegen.

Doch Minah hätte nicht nur seine bisherigen Leistungen bestätigen, sondern diese noch deutlich steigern müssen, um sich die Qualifikation sichern zu können, denn die anderen Deutschen Olympiakandidaten konnten sich, im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen, deutlich steigern.

So erreichte Arthur Abele als bester Deutscher 8.372 Punkte, wurde damit Zweiter, hinter dem Gesamtsieger aus Kuba, Leonel Suarez (8.451), und schob sich damit auf Platz fünf der Weltjahresbestenliste vor. Auf den weiteren Plätzen folgten dann die Deutschen André Niklaus (8.273) und Michael Schrader (8.248), die sich somit ihr Ticket für Peking sichern konnten. Jacob Minah hätte seine Bestleistung von 8.099 Punkten, mit der er 2007 Universiade-Sieger wurde, also um genau 150 Punkte steigern müssen, um sich zu qualifizieren.

Die Enttäuschung ist deshalb auch nicht all zu groß. Schon im Vorfeld machte Minah außerdem klar, dass die Olympischen Spiele in diesem Jahr eigentlich noch zu früh für ihn kämen, da er erst 2003 ernsthaft mit dem Zehnkampf begonnen habe und die letzten vier Jahre benötigt habe, um sich in der deutschen Zehnkampf-Elite zu etablieren. Seine Konzentration liege daher jetzt auf der WM 2009 in Berlin und vor allem auf den Spielen 2012 in London.