Messen sind für Entscheider führendes Informationsinstrument

Text von: redaktion

Fast alle Entscheider in der deutschen Wirtschaft besuchen Messen, und aus ihrer Sicht gehören Messen zu den wichtigsten Instrumenten im Einkaufs- und Beschaffungsprozess. Das ergab jetzt eine aktuelle Untersuchung.

In der ersten Phase des Entscheidungsprozesses – der allgemeinen Marktinformation – stehen Messen sogar an der Spitze. Es folgen die Websites der Anbieter und die Fachpresse. Dies ergab eine Untersuchung zur Einstellung von Entscheidern zum Instrument Messe im Auftrag des Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA).

Die Stärke der Messe liegt also in der Informationsbeschaffung und der Kontaktaufnahme, wobei die Rolle beim Kaufprozess nicht zu unterschätzen ist. Messebesuchende Entscheider sind außerdem der Auffassung, dass andere Instrumente künftig nicht als Alternativen an Bedeutung gewinnen. Zwar sehen gegenwärtig 60 Prozent in Onlinemedien die wichtigste Alternative zum Messebesuch, künftig wird dies ein Prozentpunkt mehr sein. Andere Instrumente wie Außendienst und Mailings/Prospekte der Aussteller sieht man als Alternativen eher schwinden.

Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Entscheider als Messebesucher verfügen über ein ganz erhebliches Investitionsvolumen. Bei 20 Prozent der Entscheider sind es 500.000 Euro und mehr, bei 17 Prozent noch 100.000 bis 500.000 Euro. Von allen messebesuchenden Entscheidern gehen drei Viertel ausschließlich auf Inlandsmessen. Im Durchschnitt besucht ein Entscheider etwas mehr als zwei Messen pro Jahr.

Das LINK-Institut in Frankfurt am Main befragte für den AUMA insgesamt 1 000 Top-Entscheider in deutschen Unternehmen, von denen 500 Besucher und 500 Nicht-Besucher von Messen sind. Die komplette Studie will der AUMA in diesem Monat veröffentlichen.