Mentalisierungsgestützte Therapie

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Text von: redaktion

Mentalisieren bezeichnet ein neues Konzept der Psychotherapie. In diesem Band erläutern Forscher und Praktiker erstmals die Anwendungsmöglichkeiten für Behandlungsmethoden und verschiedenste klinische Einsatzbereiche.

Eine Gruppe von Experten erläutert das Konzept des Mentalisierens und gibt einen Überblick über das bisherige Wissen und die laufende Forschung. Sie zeigen Möglichkeiten (und Grenzen) der mentalisierungsgestützten Therapie auf und erläutern, wie etablierte Behandlungsmethoden, etwa die Psychoanalyse, die kognitive oder die klassische Verhaltenstherapie um die Dimension des Mentalisierens erweitert werden können.

Im praktischen Teil beschreiben die Autoren die Möglichkeiten der Mentalisierungsfokussierung in der konkreten Konstellation: Familientherapie mit Kindern und Jugendlichen, auffälliges Verhalten bei Schülern (Bullying), bei Eltern von Hochrisiko-Kleinkindern, die Einsatzmöglichkeiten im stationären Bereich, bei psychoedukativen Gruppen für Patienten und ihre Familienangehörigen und in der Aus- und Weiterbildung von Therapeuten. Der mangelhaften Mentalisierungsfähigkeit nach Störungen in der Kindheit und bei Borderline-Patienten werden eigene Kapitel gewidmet.

Das Handbuch wendet sich an all diejenigen, die sich für Theorie und Grundlagen der Mentalisierung und der Bindungsforschung interessieren, und an Praktiker aus dem Feld der Psychotherapie, Beratung und Betreuung.

Das Buch „Mentalisierungsgestützte Therapie: Das MBT-Handbuch – Konzepte und Praxis“ von Jon G. Allen und Peter Fonagy ist beim Klett-Cotta Verlag erschienen und kostet 49,90 Euro.