Mehr Manager mit Persönlichkeit

© PFH
Text von: redaktion

Die Moralität der Manager ist im Kreuzfeuer der Kritik. Bei der PFH werden den Studenten daher verpflichtende Soft-Skill-Seminare sowie Abendveranstaltungen und Projekte mit Unternehmern angeboten, um schon im Studium die Sozialkompetenz zu stärken.

Das Studium angehender Betriebswirte lässt keine Zeit für Persönlichkeitsbildung und in einer Welt aus Zahlen und Bilanzen verlieren viele Berufsanfänger schnell die Bodenhaftung.

Es geht allerdings auch anders. André Tonollo (22) muss für seinen Abschluss in General Management an der PFH Göttingen nicht nur ökonomische Fakten beherrschen, sondern auch beim Soft-Skill-Training glänzen.

Von Teammanagement und Gruppenpsychologie über Konfliktmanagement bis zu wirtschaftsethischen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen stehen für den PFH-Studenten fast in jedem Semester Pflichtveranstaltungen zur Verbesserung der Sozialkompetenz auf dem Stundenplan.

Für die nötige Bodenhaftung sorgt außerdem ein intensiver Kontakt mit Mittelständlern und Familienunternehmern aus der Region, die Einblicke in ihren Berufsalltag geben.

Bei diesen Pflichtveranstaltungen erhalten die Studenten keine Anleitung zur Umsatzsteigerung, aber lernen viel über Verantwortung, Mitarbeiterführung und interkulturelle Kompetenz.

In Projektarbeiten entwerfen PFH-Studenten auch ganze Marketingkonzepte für regional ansässige Unternehmen.

Tonollo kommt das Studienkonzept der PFH entgegen: „Ein anonymes Studium wollte ich nie. Ich möchte mich auch persönlich weiterentwickeln.“

Und PFH-Präsident Bernt R. A. Sierke erläutert: „Die Themen Wirtschaftsethik und Sozialkompetenz sind bei uns kein Sahnehäubchen auf das Studium, sondern ein Kernbestandteil. Ich glaube nicht, dass wir unsere Studenten damit überfordern. Vielmehr steigt bei vielen das Interesse, sich auch außerhalb des Studiums sozial zu engagieren.“

So haben Studierende der PFH die Initiative „Beyond University“ ins Leben gerufen und sammeln u.a. jährlich in der Göttinger Innenstadt Geld für die ortsansässige Tafel.

Eine Garantie für persönliche Charakterfestigkeit kann freilich kein Studium bieten, wie auch Sierke einräumt. Dennoch wähnt man sich an der PFH mit den zahlreichen Angeboten zur Persönlichkeitsbildung auf dem richtigen Weg.

„Denn schließlich wird“, so ist Sierke überzeugt, „die vermittelte Bodenständigkeit und Sozialkompetenz in Zukunft mehr denn je Türöffner in die Wirtschaft sein, während sich der Ellenbogen-Manager mit Zockermentalität zum Auslaufmodell entwickelt.“