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Text von: Kristin Stelling

Warum ein Aufgabenbereich, wenn du auch drei haben kannst? Die Ausbildung als Medizinische/r Fachangestellte/r vereint die Auf­gaben von Krankenpflegern, Sekretärinnen und Verwaltungsangestellten.

Nicht umsonst werden medizinische Fach­angestellte auch Arzthelfer/-innen genannt, denn ohne sie hätten Ärzte alle Hände voll zu tun. In der Ausbildung lernst du nicht nur, den Tagesablauf zu koordinieren und dafür zu sorgen, dass der Praxisalltag gut läuft, sondern unterstützt auch die Ärzte tatkräftig vor oder bei Behand­lungen und führst Laboranalysen durch. Du lernst, wie du Patienten empfängst und berätst, wie du im elektronischen Datenprogramm den Überblick behältst und welche Behandlungen du selbst durchführen kannst. Dazu zählen das Anlegen eines Verbands, die Aufnahme von Röntgenbildern und die Entnahme von Blut. Blut und Spritzen sollten dir also keine Angst einjagen.

Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss gefordert. Mit guten Noten in Bio, Mathe und Deutsch hast du allerdings besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle. Wichtig ist aber vor allem, dass du die passenden Stärken für den Beruf mitbringst: Im Umgang mit Patienten solltest du Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige Arbeitsweise haben. Ebenso wichtig ist es, dass du bereit bist, dein Wissen ständig zu erweitern. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Zeigst du besonders großen Ehrgeiz, ist es möglich, sie zu verkürzen.

Als Medizinischer Fachangestellter kannst du in Arztpraxen, Krankenhäusern, bei ambulanten Pflegediensten, in medizinischen Laboren oder in Forschungsabteilungen von Pharmafirmen tätig sein.

Aber Arzthelfer ist nicht gleich Arzthelfer. In einer Praxis arbeitest du in einem kleinen Team, in einem Krankenhaus mit vielen Ärzten und Kollegen zusammen, und in einem Labor hast du vermutlich eher wenig Kontakt zu Patienten. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Vergütung

1. Ausbildungsjahr: 730 Euro
2. Ausbildungsjahr: 770 Euro
3. Ausbildungsjahr: 820 Euro
Einstiegsgehalt: 1.725–1.800 Euro (Brutto)