Medizinische Geräte für Marokko

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Text von: redaktion

Die Universitätsmedizin Göttingen spendet ausgesonderte Geräte an Forschungseinrichtungen und ein Universitätskrankenhaus in Marokko. Ein großer Schiffscontainer wurde mit Hilfe von Mitarbeitern der Beschäftigungsförderung Göttingen beladen.

Unter anderem gehen fünf Patienten-Überwachungsmonitore, mehrere Waagen, Zentrifugen, Pumpen und Blutanalyse-Automaten, dazu Forschungsinstrumente und Forschungslaborbedarf in die Millionenstadt Marrakech in Zentralmarokko.

„Auch wenn die Gerätschaften für unsere Ansprüche technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind, sind sie noch voll funktionsfähig“, sagt Wolfgang Böhm, Medizintechniker im Universitätsklinikum Göttingen. „Mit unserer Spende können wir die Geräte noch einem sinnvollen Zweck zuführen.“

Zum Einsatz kommen die Spenden in der medizinischen und naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Cadi Ayyad Marrakech (UCAM).

„Der medizinischen Versorgung, Bildung und Forschung in Marokko mangelt es an innovativen und modernen Instrumenten, um Patienten vernünftig behandeln zu können und junge Wissenschaftler mit der neuesten Technik vertraut zu machen“, sagt Hassan Dihazi, Biochemiker in der Abt. Nephrologie und Rheumatologie der Universitätsmedizin Göttingen und Leiter der Arbeitsgruppe „Bildung und Forschung“ im Verein Deutsch-Marokkanisches Kompetenznetzwerk.

Im Herbst dieses Jahres werden zudem von Hassan Dihazi und anderen Spezialisten Seminare und Workshops in Marrakech durchgeführt, um die örtlichen Ärzte, Pflegekräfte und Studenten in die Nutzung der Geräte einzuweisen.

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt Transport und Wissenschaftskooperation mit 19.000 Euro.