Medizinerinnen an die Spitze

© Andrew Entwistle
Text von: redaktion

Eine Allgemeinchirurgin und eine Hämatologin der Universitätsmedizin Göttingen sind mit dem 'Fast Track'-Stipendium der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet worden. Das Trainingsprogramm stärkt Führungskompetenzen und fördert den internationalen Austausch in der Forschung.

Führungspositionen in Wissenschaft und Forschung sind immer noch selten mit Frauen besetzt. Frauen müssen ihre Karriere strategisch planen, wenn sie Familie und Beruf verbinden wollen.

Gleich zwei hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen der Universitätsmedizin Göttingen haben jetzt die Möglichkeit, ihre Sozial- und Führungskompetenzen zu stärken, um für Spitzenpositionen in Wissenschaft und Forschung vorbereitet zu sein: Privatdozentin Sarah König, Ärztin in der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie und Annalen Bleckmann, Ärztin in der Abteilung Hämatologie und Onkologie.

Das ‚Fast Track‘-Programm der Robert Bosch Stiftung umfasst ein Intensivtraining für insgesamt zwanzig Nachwuchswissenschaftlerinnen. Es soll die Führungskompetenzen und die internationale Vernetzung weiblicher Wissenschaftlerinnen in der Forschung fördern.

Sarah König untersucht in ihrem Forschungsschwerpunkt, wie die Leberregeneration bei verschiedenen therapeutischen Ansätzen beeinflusst werden kann. In der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen forscht sie nach neuen Methoden zur Leberzelltransplantation. Außerdem beschäftigt sie sich mit dem Wachstumsverhalten kolorektaler Lebermetastasen.

Der Forschungsschwerpunkt von Annalen Bleckmann liegt auf der Untersuchung von Brustkrebs und seinen Metastasierungswegen. Um sich zur Erforschung von Brustkrebs besser zu vernetzen, hat sie in Kooperation mit Tim Beißbarth aus der Abteilung Medizinische Statistik der Universitätsmedizin Göttingen einen bioinformatischen Forschungsschwerpunkt aufgebaut.