©Alciro Theodoro da Silva
©Alciro Theodoro da Silva
Text von: Marisa Müller

Josefine Dierks hat sich für einen Beruf entschieden, in dem so gut wie ausschließlich Männer tätig sind. Eine Tatsache, mit der die 17-jährige angehende Mechatronikerin bei Sartorius, einem international führenden Anbieter von Labor- und Bioprozesstechnologie, aber gut leben kann.

Josefine, du arbeitest in einem sehr technischen Beruf. Woher das Interesse?

Während der neunten und zehnten Klasse habe ich an der BBS2 in Göttingen das ‚Neustädter Modell‘ absolviert. Das bedeutet, dass normale Schule und Berufsschule parallel laufen. Die Inhalte hier waren sehr technisch orientiert. Fräsen, drehen, einfach ausprobieren eben. Das hat mir Spaß gemacht.

Was genau macht denn eine Machatronikerin eigentlich?

Ich baue aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Bestandteilen komplexe Systeme und Anlagen mithilfe von Schaltplänen oder anderen Vorlagen zusammen, prüfe diese eigenverantwortlich und bereite sie für die spätere Inbetriebnahme und Programmierung vor.

Welche Aufgaben erledigst du aktuell an deinem Arbeitsplatz?

Gerade baue ich eine 34-Kilo-Waage zusammen. Das erste Stück, das ich auf Anhieb vollständig selbst hinbekommen habe. Dafür muss man sehr sorgfältig und konzentriert arbeiten. Überhaupt sind technisches Verständnis und mathematische Fähigkeiten unverzichtbar in diesem Beruf.

Wie bist du zu deiner Ausbildung gekommen?

Naja, zuerst habe ich ein freiwilliges Praktikum bei Sartorius absolviert, und dann habe ich mich einfach beworben. Den Beruf des Mechatronikers gibt es übrigens erst seit 1999, und ich bin bis heute erst die vierte Frau im Unternehmen, die diesen Beruf erlernt. Sonst üben ihn fast nur Männer aus. Und das gilt nicht nur für Sartorius, sondern für die gesamte Branche.

Allein unter Männern – wie ist das so?

Kein Problem. Manchmal ist der Ton etwas ‚männlicher‘, aber da gewöhnt man sich schnell dran. Hier geht es eher um das Team an sich, egal ob männlich oder weiblich – alle unterstützen sich gegenseitig.

Was gefällt dir an deinem Arbeitgeber besonders gut?

Wir werden sehr gut gefördert, auch in Sachen Prüfungsvorbereitung. Ansonsten finde ich das flexible Arbeitszeitmodell perfekt. Wenn ich Stunden aufbaue, kann ich ein anderes Mal früher gehen. Außerdem: Wenn wir hier etwas herstellen und ich weiß, dass das dann nach China geliefert wird und ich mit meiner Arbeit ein Teil davon bin – das ist schon etwas Besonderes.

Wie sehen deine Zukunftsaussichten aus?

Sartorius stellt Auszubildende bedarfsorientiert ein. Das heißt, jeder Azubi, der seine Ausbildung erfolgreich absolviert, hat hier beste Zukunftsaussichten. Ich muss mir also keine Sorgen machen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Mechatroniker/-in

Du hast eine gute Auffassungsgabe, interessierst dich für Handwerk, Technik und Mathe? Du hast keine unentschuldigten Fehltage, bist ein Mensch mit guten Umgangsformen und arbeitest gerne im Team? Dann werde Mechatroniker, z.B. bei Sartorius.