“Measurement Valley Göttingen“ nicht in der Finalrunde

Text von: redaktion

Die Finalisten des SpitzenCluster-Wettbewerbs des Bundes stehen fest – “Measurement Valley Göttingen“ ist nicht zum “Vollantrag“ ausgewählt worden. Die zehn nominierten Teilnehmer gab Bundesforschungsministerin Annette Schavan am 25. Juni 2009 bekannt.

„Ich bedaure sehr, dass wir nicht überzeugen konnten. Aber allein der Bewerbungsprozess hat schon vieles in unserer Region bewirkt,“ erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer in einer ersten Stellungnahme.

Jetzt müsse man gemeinsam prüfen, welche von den geplanten Projekten trotzdem umgesetzt werden sollten und ob an anderer Stelle Fördergelder eingeworben werden könnten.

In der für das Bewerbungsverfahren eingerichteten Lenkungsgruppe besteht nach Angaben der Stadtverwaltung Einigkeit darüber, dass der strategische Ausbau des Clusters Measurement Valley Göttingen weiter verfolgt und professionelle Strukturen für das Management angestrebt werden müssen.

Eine international hochkarätig besetzte, unabhängige Jury hatte die Regionen für die Finalrunde ausgewählt. „Indem wir regionale Spitzenzentren fördern, stärken wir auch ganz Deutschland als Innovationsstandort der Zukunft“, betonte Schavan in Berlin.

Unterstützt werden strategische Kooperationen aus Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren einer Region – sogenannte Cluster -, die ihre Kräfte optimal bündeln.

Der Vorsitzende der Jury, Andreas Barner, erläuterte: „Innovationsorientierte Cluster sind wichtige Impulsgeber für neue Technologien. Im weltweiten Innovationswettlauf werden Cluster immer mehr zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Hier nimmt Deutschland eine internationale Vorreiterrolle ein.“

Bereits die erste Wettbewerbsrunde, bei der im September 2008 die ersten fünf Spitzencluster mit 200 Millionen Euro Fördergeldern prämiert wurden, hat enorme Aufbruchsstimmung und Mobilisierungswirkung erzeugt.

„’Stärken stärken!’ – damit werden die leistungskräftigsten Cluster auf ihrem Weg unterstützt, Forschung in Wertschöpfung umzusetzen“, erläuterte Barner.

Für die jetzige Endausscheidung der zweiten Runde haben sich von den 23 Bewerbungen nun zehn Cluster qualifiziert. Sie werden in den kommenden Monaten ihre Strategien mit konkreten Projekten zur Umsetzung ausarbeiten.

Das Themenspektrum der zehn Finalisten umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Gesundheit, Mobilität, Kommunikation sowie Klima und Energie.

„Das ist der lebendige Beweis für das große Potential unseres Landes – gerade in den Zukunftsfeldern der Hightech-Strategie. Mit dem Spitzencluster-Wettbewerb fahren wir Deutschland auf die internationale Poleposition“, sagte Bundesministerin Schavan abschließend.

Die Finalisten sind:

  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (Stuttgart): „HiPerFacturing – Wissen zu Wertschöpfung für nachhaltiges Produzieren“
  • Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (Freiburg): „MicroTEC Südwest“
  • Medical Valley EMN e.V. (Nürnberg): „Exzellenzzentrum für Medizintechnik“
  • BioM Biotech Cluster Development GmbH (Martinsried): „m4 – eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung“
  • Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V.: „germanwind“
  • Herr Prof. Dr. Lutz Heuser (Darmstadt): „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“
  • CFK-Valley Stade e.V.: „CFK in XXL: leicht – sicher – effizient“
  • Cluster industrieller Biotechnologie e.V. CLIB2021 (Düsseldorf): „Fokus Synthetische Biotechnologie“
  • Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik – IML (Dortmund): „EffizienzCluster LogistikRuhr, Logistik 2.0: individuell bewegen“
  • Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: „Cluster of Individualized Immunointervention“