Mahr stellt sich auf dem Markt neu auf

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Text von: redaktion

Der Messtechnik-Hersteller, der einen Auftragsrückgang von 50 Prozent gegenüber 2008 verzeichnet, reagiert auf die neuen Marktverhältnisse. Mahr investiert in Produktneuentwicklungen und baut die Dienstleistungen offensiv aus.

Die Wirtschaftskrise trifft das Unternehmen durch dessen Automobillastigkeit besonders hart. Insgesamt müssen 32 Millionen Euro eingespart werden, die Hälfte davon am Standort Göttingen. Dabei stehen auch Personalkosten zur Disposition.

Mahr reagiert offensiv: „Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage fahren wir bewusst auf Sichtweite und nutzen die Zeit, um uns noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten. Das zweite Halbjahr wird uns weitere Richtungen aufzeigen“, sagt Thomas Keidel, geschäftsführender Gesellschafter von Mahr.

So baut das Unternehmen sein Engagement in unterschiedlichsten Branchen aus – von Automotiv über die Elektronik und Feinwerktechnik bis hin zu Kunststoff- und Medizintechnik. Mahr sieht sich zudem zukünftig als Anwendungsspezialisten.

Kunden erhalten von Mahr für ihre konkrete Messaufgabe Gesamtlösungen: Diese beinhalten die individuelle Messtechnik genauso wie die passende Software oder Schulungen und Kalibrierungen.

Zugleich setzt das international ausgerichtete Unternehmen darauf, sich durch innovative Technik auf dem Markt zu profilieren. Beispielsweise mit der Weltneuheit „MarSurf M 300“, dem ersten mobilen Rautiefenmessgerät mit Bluetooth-Technik, mit „MarForm MMQ 200“, dem weltweit ersten Formmessplatz im kleinen Segment zur automatisierten Zylinderformmessung sowie dem neuen optischen Wellenmessplatz „MarShaft Scope 1000“ für Drehteile, die bis zu 1 Meter groß sind.

Durch Optimierung der eigenen internen Prozesse und Strukturen sollen aktiv Kosten gesenkt werden. Thomas Keidel: „Wir richten unser Unternehmen jetzt so aus, dass wir gestärkt und mit einer hervorragenden Startposition aus der aktuellen Wirtschaftskrise hervorgehen.“