‚Mach mal halblang!‘ – Erstes Göttinger Kurzfilmfestival vorgestellt

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Text von: redaktion

Am 15. April wurde im Lumière das erste Kurzfilmfestival für Göttingen vorgestellt. Die Veranstaltung findet von 26. bis 28. September statt. Ab dem 15. April können alle Interessierten aus dem deutschsprachigen Raum ihre Filme für das Kurzfilmfestival einreichen.

Zum Motto des Wettbewerbs sollte jedem etwas einfallen dürfen. ‚Mach mal halblang‘ bietet jede Menge Raum für kreative Freiheiten. Der narrative Charakter der deutschsprachigen Filme sollte jedoch im Fokus stehen. Außerdem dürfen die Werke eine Länge von 15 Minuten nicht überschreiten.

Eine fünfköpfige Fachjury unter der Leitung von Hollywood-Produzent Jan Fantl wählt unter den Einsendungen ihre Favoriten aus, die beim Göttinger Kurzfilmfestival im Programmkino Lumière gezeigt werden.

Die Gewinner werden am 28. September ermittelt. Der Hauptpreis für den besten Film wird von der hochkarätig besetzen Jury mit 3.000 Euro belohnt. Mit dem Sonderpreis für das ‚Klangbild‘ möchte das Göttinger FilmnetzWerk gezielt die gelungene Gestaltung von Ton und Musik mit 1.500 Euro fördern. Für den Liebling der Festivalzuschauer gibt es den Publikumspreis in Höhe von 1.500 Euro. Der lokale Kurzfilmpreis soll Filmschaffende in der Region Südniedersachsen fördern. Ausgelobt wird dieser Preis in Höhe von insgesamt 5.100 Euro im Rahmen des Kulturpreises des Landkreises Göttingen unter dem Motto ‚Begegnungen‘. Die Auszeichnung wird vom Landkreis Göttingen in Kooperation mit dem Göttinger FilmnetzWerk im Rahmen des Festivals bereits am 26. September 2014 an lokale Filmemacher vergeben. Die lokalen Preise werden übrigens von den Sparkassen aus der Region gesponsert.

„Der Kurzfilm ist ein ungemein lebendiges und kreatives Medium, das immer wieder interessante, witzige, berührende und eigenwillige Geschichten hervorbringt. Mit dem Göttinger Kurzfilmfestival möchten wir diese Vielfalt einem breiteren Publikum eröffnen“, erklärt Christian Ewald, Vorsitzender des Göttinger FilmnetzWerks, die Motivation des gemeinnützigen Vereins, ehrenamtlich ein solches Festival aus der Taufe zu heben.

Das FilmnetzWerk bietet neben der Kurzfilmfestival einige Workshops an, die unter anderem von den Jurymitgliedern des Filmfestivals geleitet werden.

Unter dem Motto ‚Die Sogkraft des Filmschauspielers‘ wird Tim Garde einen Workshop zum Thema Camera Acting leiten. Der Filmemacher, Schauspiel-Coach und Dozent für Camera Acting und Demo-Dreh zeigt dabei, mit welchen Mitteln internationale Kino-Darsteller heutzutage ihr Publikum bannen. Unter der Leitung der erfahrenen Regisseurin Christine Kabisch erlernen die Teilnehmer des Workshops „Spielen mit Bildern“ wichtige Aspekte des Regiehandwerks mit Kamera und Schauspielern. Kameramann Olaf Markmann erklärt bei „Visuelle Bildkraft entfalten“ wie Licht und Kameraführung das filmische Erzählen unterstützen. Der Workshop zu Sound und Sounddesign „Voll auf die Ohren“ mit Musiker und Sounddesigner Sascha Prangen richtet sich wiederum an Filmemacher und Cutter. Darüber hinaus wird der bekannte Hollywood-Produzent und Juryvorsitzende mit Göttinger Wurzeln Jan Fantl etwas über „Wege zum Film“ erzählen. In einem öffentlichen Vortrag am 27. September 2014 im Lumière lässt der Produzent von Filmen wie „Tristan + Isolde“ alle Interessierten an seinen Erfahrungen im Filmgeschäft teilhaben.

Die prämierten Kurzfilme werden im Kooperation mit ‚Unifilm‘ nach der Preisverleihung als Vorfilme im Unikino laufen.