Lossau erhält Honorarprofessur

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Text von: redaktion

Der Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) Norbert Lossau ist zum Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin ernannt worden.

Die Hochschule würdigt damit insbesondere Lossaus intensive Forschung im Bereich neuer wissenschaftlicher Angebote im digitalen Informationszeitalter.

Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit sollen in die forschungsbasierte Lehre am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität einfließen.

„Norbert Lossau ist in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien auf dem Gebiet der digitalen Bibliothek federführend aktiv. Er leitet richtungsweisende nationale und europäische Forschungsprojekte“, erklärte der Geschäftsführende IBI-Direktor Michael Seadle.

„Das Präsidium der Universität Göttingen gratuliert Herrn Lossau und freut sich, einen so renommierten Kollegen hier in Göttingen zu haben“, sagte die Göttinger Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel.

Lossau, der im Rahmen seiner Honorarprofessur Lehraufgaben am IBI wahrnehmen wird, betonte: „Insbesondere freue ich mich darauf, unsere Forschungserfahrung an den bibliothekarischen Nachwuchs weitergeben zu können.“

Das IBI ist die einzige universitäre Einrichtung im deutschsprachigen Raum mit einem Studien-, Promotions- und Habilitationsangebot im Fach Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Darüber hinaus sind das IBI und die Royal School in Kopenhagen die einzigen europäischen Einrichtungen im internationalen Netzwerk der 25 besten „Schools of Library and Information Science (iCaucus)“.

Die SUB verfügt unter den wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland über eine der größten Abteilungen für Forschung und Entwicklung. Zu den Schwerpunkten der Abteilung zählen der Aufbau virtueller Forschungsumgebungen und Infrastrukturen für wissenschaftliche Daten und Dienste.

Norbert Lossau, Jahrgang 1962, studierte Finno-Ugristik und Skandinavistik und wurde an der Universität Göttingen promoviert. 1997 übernahm er den Aufbau und die Leitung des Göttinger Digitalisierungszentrums, ab 1998 war er Fachreferent für die Sondersammelgebiete Ungarn, Finnland und Finno-Ugristik der SUB. Im Jahr 2001 wechselte er an die Universität Oxford (England), wo er die Oxford Digital Library gründete. Ab 2002 war er Direktor der Universitätsbibliothek Bielefeld. Im Oktober 2006 übernahm er die Leitung der SUB.