Literatur interessant gemacht

© Ulrike von Dewitz
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Das Literarische Zentrum stellt sein neues Programm für 2012 vor. Das Projekt “Literatur macht Schule“ spielt erneut eine große Rolle.

Die Vertreter der Förderer Klosterkammer Hannover und VGH begleiteten die Vorstellung des neuen Programms. Die Klosterkammer verwaltet ehemaligen kirchlichen Besitz und die VGH-Versicherungen, ein Zusammenschluss aus zwei Unternehmen, hat rund 1,8 Millionen Kunden.

Stephan Lüttich von der Klosterkammer Hannover griff den Aspekt auf, dass die mangelnde Bildung der Kinder und Jugendlichen später starke Auswirkungen auf die Gesellschaft habe. Aber vor allem, da sich das Veranstaltungen des Literarischen Zentrums nicht nur auf Göttingen, sondern auf den gesamten Umkreis beziehen, habe sich die Klosterkammer für die Unterstützung dieses Projekt entschieden. Hanns Christoph Lutz von der VGH begründet das Engagement damit, dass sich die Kommunikation und der Wortschatz der Jugendlichen unter anderem durch das Internet in den letzten 15 Jahren so verändert haben, dass es unterstützenswert sei, das Buch wieder in den Fokus zu rücken.

Das Projekt LITERATUR MACHT SCHULE hat das Ziel Schülern die Literatur nahe zu bringen, indem berühmte Autoren wie zum Beispiel Rafik Schami oder Drehbuchautoren wie Claudia Kühn die Schule besuchen, ihre Werke vorstellen. Auch Hanno Koffler, der seit KRABAT ein bekannter Schauspieler ist, präsentiert Auszüge aus TSCHICK, dem preisgekrönten Roman von Wolfgang Herrndorf.

Im Hauptprogramm sind neben Veranstaltungen aus dem Programm von LITERATUR MACHT SCHULE viele weitere interessante Autorenbesuche angekündigt. Kristin Schulz zum Beispiel, die Herausgeberin von Müller Mp3, stellt die 36 Stunden Tonmaterial von Heiner Müller vor. Dieser war bekannterweise einer der wichtigsten Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Barbara Köhler zeichnet sich durch ihre einzigartige Art zu lesen aus und stellt einige Szenen aus ihrem Buch NEUFUNDLAND vor. Dabei hat sie ihren Text auf einem Notenständer und dirigiert sich beim Sprechen selbst.

Weitere Informationen zum Programm von 2012 gibt es auf der Homepage des Literarischen Zentrums.

Text: Lisa Tüllner, Christin Weinrich