LINOS schließt Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Optco

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Die LINOS AG (ISIN DE0005256507) hat am 20.12.2006 mit ihrem Hauptaktionär, der Optco Akquisitions GmbH (Optco), einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Optco hält seit dem 2. November 2006 eine Beteiligung in Höhe von 77,82 Prozent an der LINOS AG.

Die LINOS AG (ISIN DE0005256507) hat am 20.12.2006 mit ihrem Hauptaktionär, der Optco Akquisitions GmbH (Optco), einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Optco hält seit dem 2. November 2006 eine Beteiligung in Höhe von 77,82 Prozent an der LINOS AG. Der Aufsichtsrat hat dem Abschluss des Vertrages heute in einer außerordentlichen Sitzung zugestimmt.

Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages bietet Optco den außen stehenden Aktionären an, ihre Aktien gegen eine Barabfindung von 16,54 Euro je Stückaktie zu erwerben. Den Aktionären, die weiterhin an der LINOS AG beteiligt bleiben wollen, garantiert Optco als angemessenen Ausgleich eine Zahlung in Höhe von brutto 1,47 Euro je Stückaktie für jedes volle Geschäftsjahr.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bedarf zu seiner Wirksamkeit unter anderem der Zustimmung der Hauptversammlung der LINOS AG. Diese wird voraussichtlich am 6. Februar 2007 in Frankfurt am Main stattfinden.

Bei der Unternehmensbewertung, die der Bestimmung der Abfindung und des Ausgleichs zugrunde liegt, hat PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, den Vorstand der LINOS AG und die Geschäftsführung der Optco beraten. Das Gericht hat mit Beschluss vom 1. November 2006 PKF Fasselt & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg, zum Prüfer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages bestellt.

Wie im Neunmonatsbericht angekündigt fallen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco diverse Aufwendungen an. Dazu gehören Beratungskosten, Kosten, die durch den Wechsel im Vorstand entstehen, sowie Kosten für die außerordentliche Hauptversammlung. Der Vorstand erwartet Aufwendungen von insgesamt zirka 1,0 bis 1,2 Mio. Euro, die das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres belasten werden. Das operative Ergebnis (EBIT) wird voraussichtlich zwischen 7,8 Mio. und 9,5 Mio. Euro liegen.

Bestehende körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge sind während der Laufzeit des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags für die Gesellschaft nicht nutzbar. Auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge wurden zwar keine aktiven latenten Steuern gebildet; die LINOS AG erfasste aber im Konzernabschluss 2005 nach IFRS aktive latente Steuern auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge, die nunmehr in voller Höhe abzuschreiben sind. Dies wird das Ergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von zirka 3,8 Mio. Euro zusätzlich belasten, nicht jedoch das operative Ergebnis (EBIT).

Über LINOS

Die LINOS AG ist ein weltweit tätiger Hersteller anspruchsvoller optischer Systeme. Gemäß dem Grundsatz „Photonics for Innovation“ ist LINOS Entwicklungspartner und Lieferant für Kunden in Wachstumsmärkten wie Laser, Messtechnik, Medizin, Biotechnologie und Halbleiter. Das im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Unternehmen entstand 1996 aus einem Management Buy-out und hat seither verschiedene Photonics-Unternehmen akquiriert und integriert, zuletzt die Rodenstock Präzisionsoptik aus München. Die LINOS AG fokussiert sich auf die drei strategischen Geschäftsfelder Information Technology & Communications, Health Care & Life Sciences sowie Industrial Manufacturing. Konzernweit arbeiten 750 hoch qualifizierte Mitarbeiter für die LINOS AG. Produziert wird an drei Standorten in Deutschland und in einem Werk in Polen. In den wichtigen Exportländern USA, Großbritannien und Frankreich unterhält LINOS eigene Vertriebsgesellschaften.