Lernen, lachen, spielen …

© Klinikschule UMG, Rizzi/privat
Text von: redaktion

… und den Anschluss nicht verlieren – UMG-Klinikschule sucht Sponsoren für die Modernisierung der Unterrichtsräume für kranke Kinder.

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung – auch in der Klinik“, sagt Bettina Rizzi, die Schulkoordinatorin der Klinikschule der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Seit Mitte der 1980er-Jahre existiert diese Einrichtung für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche. In dem kleinen Pavillon in der Osthalle des Klinikums erhalten diese vom Vorschulalter bis zum Berufseinstieg in Kleingruppen oder auch einzeln Unterricht in Hauptfächern, Naturwissenschaften und im Bereich Musik, Kunst und Tanz. Können die Kinder und Jugendlichen aufgrund ihrer Erkrankung nicht in den Schulräumen unterrichtet werden, findet Schule am Krankenbett statt.

Zehn Lehrer, die besondere Fortbildungen absolviert haben, werden von ihren Stammschulen für den Einsatz in der Klinikschule abgeordnet. Sogar Schulabschlüsse können hier abgelegt werden. Neben dem ,Dranbleiben‘ am Lernstoff erfüllt der Unterricht aber auch viele wichtige psychologische Zwecke: Er hilft die Langeweile und die Angst im Krankenhaus zu lindern, er fördert und stabilisiert das Selbstvertrauen und bietet Raum für soziales Miteinander und Kreativität.

Inzwischen aber ist der Schulpavillon mit nur drei Räumen zu klein geworden. Einige der zusätzlichen Räume, die innerhalb des Universitätsklinikums für den Unterricht mit genutzt werden, liegen weit voneinander entfernt. Das erschwert Patienten mit körperlichen Behinderungen die Teilnahme. Zudem steigt die Anzahl jugendlicher Patienten, die über längere Zeiträume in der psychosomatischen Tagesklinik betreut werden. Sie alle sollen weiterhin altersgerecht und ihrem gesundheitlichen Zustand entsprechend gefördert werden.

Ein Ausbau der zentralen Klinikschule mit zusammenliegenden und auch behindertengerecht ausgestatteten Unterrichtsräumen ist dringend erforderlich. Der geplante Umbau der Klinikschule sieht acht bis zehn Unterrichts- und Nebenräume vor. Es sollen etwa 25 Unterrichtsplätze auf einer Gesamtfläche von 350 bis 400 Quadratmetern entstehen. Die Kosten für die baulichen Maßnahmen finanziert die Universitätsmedizin Göttingen aus Eigenmitteln. Für die Ausstattung der Unterrichtsräume mit modernen, zeitgemäßen und den pädagogisch und medizinisch notwendigen Lehr- und Lernmaterialien sowie auch den entsprechenden Möbeln ist die Universitätsmedizin Göttingen auf Spenden angewiesen. Gebraucht werden Tische, Stühle, Schränke, Tafeln oder Whiteboards, Computer (Hard- und Software) sowie für den naturwissenschaftlichen Bereich ein Laborabzug, Experimentiertisch, Laborwaschbecken und sämtliche Materialien sowie Geräte für naturwissenschaftliche Versuche. Auch die Einrichtung eines Musik-Klassenraumes mit verschiedenen Instrumenten ist geplant. Benötigt werden rund 150.000 Euro.

Eine gute schulische Begleitung ist gerade in schwierigen und gesundheitlich beeinträchtigten Zeiten für die jungen Patienten enorm wichtig. Sie gibt den Kindern und Jugendlichen neben der medizinischen Behandlung ein Stück Alltagsstruktur und Normalität. Es ist eine zentrale Unterstützung für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen und ein wichtiger Baustein für deren Genesung.