Lebenswichtig ist nur eine Zahl

© Blutdruckinstitut Göttingen
Text von: redaktion

“Maximal 140/90 mm Hg. Höher darf Ihr Blutdruck nicht sein“ - der diesjährige Welthypertonietag am 17. Mai thematisiert damit die Gefahren des Bluthochdrucks. Auch in Göttingen gibt es an diesem Tag verschiedene Informationsmöglichkeiten des Blutdruckinstituts.

Alljährlich wird mit diesem Tag auf die Gefährlichkeit des Bluthochdrucks hingewiesen und in ganz Deutschland gibt es regionale Aktionen zu dem Tag.

Das Blutdruckinstitut Göttingen (BIG) und das Nephrologische Zentrum Göttingen (NZG) bieten am Dienstag, den 17. Mai, von 10 bis 14 Uhr eine Blutdruckmessstation im Foyer des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende.

Besucher der Mess-Station, die sich den Blutdruck messen lassen, können Freikarten für das große Konzert „Mozart gegen Bluthochdruck“ am 27. September 2011 im Deutschen Theater gewinnen.

Ebenso ist eine Telefon-Experten-Sprechstunde eingerichtet. Von 12 bis 14 Uhr geben Experten des BIG und des NZG unter der Rufnummer 0551/5087642 Informationen.

Außerdem findet eine spezielle Veranstaltung ausschließlich für Ärzte statt am 18. Mai im Eden-Hotel Göttingen zum Thema „Kardiorenales Syndrom“.

Rund 18 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Bluthochdruck und weisen damit ein mehrfach erhöhtes Risiko auf, „Gefäßverkalkungen“ oder Atherosklerose zu entwickeln.

Egbert Schulz, 1. Vorsitzender des Blutdruckinstitutes Göttingen und Hochdruckspezialist des Nephrologischen Zentrums Göttingen, betont, dass vor allem die Sicherheit und Verlässlichkeit der Blutdruckmessmethode wichtig sei. Die Praxismessung sei sehr unsicher und die automatische 24-h-Blutdruckmessung habe auch ihre Nachteile.

Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem Blutdruckinstitut die telemetrische Blutdrucküberwachung wissenschaftlich untersucht. Demnach halten sich die Patienten besser an die verordnete Therapie mit dieser telemetrischen Unterstützung. Ebenso könne damit eine optimierte Therapie eingesetzt werden.

Eine neue Studie zur wirtschaftlichen Evidenz von Telemetrie im Zusammenhang mit Blutdruckmessung beginnt noch in diesem Sommer.

„Zusammen mit den Universitäten Göttingen und Bielefeld wird das Blutdruckinstitut mit den Hochdruck- und Nierenspezialisten des Nephrologischen Zentrums Göttingen untersuchen, ob sich die Blutdrucktelemetrie in den Praxis-Alltag praktisch integrieren lässt“, sagt Claas Lennart Neumann, Sprecher der Sektion Telemedizin und Blutdruckdiagnostik des BIG. Mit ersten Ergebnissen wird Anfang des Jahres 2012 gerechnet.