Lebendiges Mittelalter zum Anfassen

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Text von: redaktion

Die Gruppen Gesta Treverorum und Vita Artifex aus Trier zeigen zusammen mit dem Landkreis Northeim am 8. und 9. August alltägliches städtisches Leben im Mittelalter im Mittelalterzentrum in Bodenfelde-Nienover.

In den Köpfen der Menschen dominieren Ritter, Burgfräulein, Pest, Krieg und erbärmliche Lebensumstände die Vorstellungen vom Mittelalter.

Genau hier setzt das Projekt Nienover an, in dem ein Haus aus dem 13. Jahrhundert rekonstruiert wurde, in der Handwerker und Bauern, die den größten Teil der Bevölkerung darstellten, das alltägliche Leben zeigen können.

Mit Kleidung und Alltagsgegenständen, die möglichst detailgetreu nach Funden, Abbildungen und schriftlichen Quellen rekonstruiert werden, wird anschaulich das Leben und Arbeiten gezeigt.

Keine Bodenfunde in Vitrinen, sondern Menschen zum Anfassen, die gerne Rede und Antwort stehen, zeigen und erklären wie alles funktioniert. Wie vor ungefähr 750 Jahren gelebt und gearbeitet wurde, was gegessen wurde und was man noch nicht kannte.

Vom Töpfermeister Johannes Klett aus Fredelsloh wurde Keramik des 13. Jahrhunderts nachgeformt und in einem Nachbau eines Töpferofens um 1300 aufwändig gebrannt. Die Keramik kann auch erworben werden.

Die jüngsten Besucher sind aufgefordert bei der Herstellung von Lehmbauziegel zu helfen, weiterhin wird ein kleiner Ritterparcours aufgebaut.

Damit die Authentizität dieses Spektakels gewahrt bleibt, werden die Besucher gebeten, selbst auf mittelalterliche Gewandungen zu verzichten.

Der Eintritt kostet 3 Euro. Geöffnet ist Samstag, 8. August, von 12 bis 20 Uhr und Sonntag, 9. August, von 11 bis 16 Uhr. Für leibliches Wohl ist gesorgt.