KWZ eröffnet

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Text von: redaktion

Mit Beginn des Sommersemesters 2012 hat das Kulturwissenschaftliche Zentrum (KWZ) der Universität Göttingen den Betrieb aufgenommen. Am heutigen Mittwoch, 11. Juli 2012, wurde das Gebäude feierlich eröffnet und symbolisch den künftigen Nutzern übergeben.

„Das Kulturwissenschaftliche Zentrum wird zu einer Stärkung der Geisteswissenschaften in Göttingen und darüber hinaus beitragen“, so die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan. „Ich freue mich, dass so auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit vor Ort ausgebaut werden kann. Wir als Bund beteiligen uns an der Förderung wichtiger Forschungsbauten, weil gute Arbeitsbedingungen für die deutschen Hochschulen im internationalen Wettbewerb entscheidend sind.“

Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka, erklärte: „Das neu geschaffene Kulturwissenschaftliche Zentrum ist ein bundesweit einmaliger Forschungsbau für die Geisteswissenschaften. Göttingen erhält damit eine hochwertige geisteswissenschaftliche Wirkungsstätte, die sich positiv auf die Attraktivität des Studienstandortes Niedersachsen auswirken wird.“

Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel sprach von einem neuen Mittelpunkt der Geisteswissenschaften in Göttingen: „Im Kulturwissenschaftlichen Zentrum haben viele Fächer der Philosophischen Fakultät eine gemeinsame Heimat gefunden. Mit diesem und unseren weiteren zentralen Bauprojekten verbessern wir die Arbeitsbedingungen für Studierende, Forschende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geisteswissenschaften kontinuierlich.“

Im KWZ ist ein großer Teil der Institute und Seminare der Philosophischen Fakultät untergebracht. Deren Bibliotheken wurden dort als Bereichsbibliothek Kulturwissenschaften der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen zusammengeführt.

Der Fakultät gehören mehr als 70 Professuren an. Fächer wie die Finno-Ugristik, Turkologie, Geschichte, Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie oder Altorientalistik, die bisher über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren, sind nun durch den Neubau direkt mit ihren Nachbardisziplinen verbunden.

„Die wissenschaftliche Vernetzung im KWZ gibt uns die Möglichkeit, die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche zu intensivieren und dadurch neue Forschungsschwerpunkte zu entwickeln“, sagt Irene Schneider, Dekanin der Philosophischen Fakultät.

Architektonisches und inhaltliches Herzstück des Gebäudes ist die Bereichsbibliothek, die rund 650.000 Bände umfasst. Die Bauzeit des KWZ betrug knapp zwei Jahre.

Die Kosten lagen bei rund 25,2 Millionen Euro, der Eigenanteil der Universität Göttingen daran betrug 1,9 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte den Bau mit gut zehn Millionen Euro, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit rund 13 Millionen Euro.