KWS vereinbart Zusammenarbeit mit Vilmorin

Text von: redaktion

Das französische Saatgutunternehmen Vilmorin und die KWS Saat AG arbeiten ab sofort in der Entwicklung von gentechnisch erzeugten Merkmalen bei Mais zusammen. Die beiden Unternehmen wollen die Forschungszusammenarbeit in einem 50:50 Joint Venture verwirklichen, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Der Anbau von Mais mit gentechnisch erzeugten Merkmalen nimmt weltweit immer weiter zu. Vilmorin, das viertgrößte Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit,und KWS konzentrieren sich in ihrer Zusammenarbeit auf die bereits in Entwicklung befindliche Herbizid- und Insektenresistenz sowie auf andere zukunftsweisende Merkmale. Das soll beiden Unternehmen ermöglichen, eigenes gentechnisch verändertes Maissaatgut zur Erfüllung spezifischer Anforderungen in der Landwirtschaft auf den Markt zu bringen. Die ersten Produkte werden frühestens in vier Jahren erwartet.

„Weltweit wurden im vergangenen Jahr auf 148 Millionen Hektar gentechnisch verbesserte Pflanzen angebaut, davon 30 Prozent Mais –ein Markt mit hoher Wertschöpfung für die Landwirtschaft und zunehmendem Wachstum“, so Philip von dem Bussche, Vorstandssprecher von KWS. Und weiter: „Wir möchten eigene Technologien entwickeln, die unsere Entwicklung auf potenziellen Märkten wie Europa und Asien unterstützen können. Auf anderen Märkten wollen wir neben unseren bisherigen gentechnisch erzeugten Maismerkmalen – die von Partnern einlizenziert sind – ergänzende Lösungen für unsere Kunden anbieten“

Die Zusammenarbeiten soll ermöglichen, Kosten zu teilen, Entwicklungen zu beschleunigen und die Tür für andere innovative Technologien zu öffnen, die die Anforderungen der Landwirte weltweit erfüllen. Beide Firmen bekunden ein Interesse daran, „die neuen gentechnisch erzeugten Merkmale auch anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen oder mit anderen Merkmalen, die auf dem Markt sind, zu kombinieren“, so Emmanuel Rougier, Vorstandssprecher von Vilmorin.