KWS setzt Klimaschutz-Ziele um

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Text von: redaktion

Am 28. Juli 2011 erfolgte in Klein Wanzleben in der Magdeburger Börde der Spatenstich für eine neue Biogasanlage.

Mit dem Betrieb der neuen Biogasanlage in Klein Wanzleben ab Sommer 2012 schließt sich für KWS ein Kreislauf: Das Unternehmen züchtet Energiepflanzen-Sorten, baut sie an und nutzt das aus ihnen gewonnene Biomethan zur eigenen Energieerzeugung, um weiter Pflanzen züchten zu können.

Dadurch erreicht KWS ihr Ziel, klimafreundlich produzieren zu können. Für ihr nachhaltiges Energiekonzept wurde KWS im Oktober 2010 in die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der deutschen Wirtschaft aufgenommen.

Die neue Anlage wird pro Jahr etwa 6,3 Millionen Kubikmeter Biomethan erzeugen – davon wird KWS einen Großteil abnehmen und dadurch ihren Energiebedarf bis zu 80 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen decken. Als Substrat für die Biogasanlage dienen Mais sowie Zuckerrübe, die sich als weitere wichtige Energiepflanze etabliert.

Der Vorstandssprecher der KWS, Philip von dem Bussche, verwies beim Spatenstich auf die schnelle Fermentierbarkeit und die hohe Methanausbeute, die Zuckerrüben zu einem wertvollen Substrat für Biogasanlagen machen: „Mit der Zuckerrübe bietet sich die Möglichkeit, die Substratversorgung auf mehrere Kulturen und Konzepte aufzuteilen und damit das Versorgungsrisiko zu verringern.“

Mit der KWS Zuchtstation in Klein Wanzleben wurde ein optimaler Standort für den Neubau einer Biogasanlage gefunden. Hier, wo vor über 150 Jahren die KWS gegründet wurde, bewirtschaftet das Unternehmen genügend Flächen, um etwa die Hälfte des benötigten Substrates zu erzeugen.

Die Projektpartner MVV Energie und RES Projects werden auch die Gesellschafter und Betreiber der Biogasanlage sein.