KWS Saat fördert Stiftungsprofessur

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Text von: redaktion

Die europaweit einmalige Stiftungsprofessur von KWS SAAT AG und Universität Hohenheim zeichnet die Evolution nach, um verloren geglaubte Pflanzeneigenschaften zu retten. Inhaber des Lehrstuhls ist Karl Schmid.

Als erster Inhaber der F. W. Schnell-Stiftungsprofessur für Nutzpflanzenbiodiversität und Züchtungsinformatik begann Karl Schmid am 1. Dezember 2008 mit einem europaweit einzigartigen Projekt: gigantische Datenbanken voll Genanalysen und Pflanzenbeschreibungen nach verborgenen Schätzen zu durchforsten. Als erfahrener Populationsgenetiker erzeugt und analysiert er umfassende Datenbanken, in denen Eigenschaften und das entschlüsselte Genom von modernen Nutzpflanzen, den alten Landrassen und ihren wilden Urahnen gespeichert sind. „Unser Ziel ist es, Pflanzen mit vorteilhaften Fähigkeiten wiederzuentdecken und gleichzeitig die Erträge der heutigen Elite-Sorten zu halten“, so Schmid.

„Wir sind davon überzeugt, dass Karl Schmid der Züchtungsforschung neue Impulse geben und damit die deutsche Pflanzenzüchtung umfassend mitprägen wird“, so Philip von dem Bussche, Vorstandssprecher der KWS SAAT AG in Einbeck, die den Stiftungslehrstuhl in den kommenden acht Jahren zur Hälfte finanzieren wird. „Für uns als Pflanzenzüchtungsunternehmen ist die Kooperation mit dem Forschungs- und Lehrbereich der Universität Hohenheim essentiell, sowohl bei der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern als auch in gemeinschaftlichen Forschungsprogrammen.“

Ein internationales „Center of Excellence“ erwartet der Rektor der Universität Hohenheim, Hans-Peter Liebig, die den neuen Forschungsschwerpunkt kofinanziert: „Mit dieser Kooperation eröffnen wir eine neue Forschungsrichtung, die bislang einmalig in Europa ist.“