KWS-Geschäft weiterhin auf gutem Niveau

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Text von: redaktion

Der Umsatz der KWS-Gruppe erreichte im ersten Quartal mit 65,3 Millionen Euro erneut das hohe Niveau des vorletzten Geschäftjahres 2007/2008 und will im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 das Spitzenniveau des Vorjahres wieder erreichen.

Trotz eines deutlich verminderten Geschäftsvolumens im ersten Quartal, zeigt sich das Unternehmen mit Blick auf das Gesamtgeschäftsjahr optimistisch.

Zwar startete die KWS nach dem Rekordgetreideumsatz aus dem Vorjahr mit geringeren Umsätzen in das neue Geschäftsjahr 2009/2010 mit geringeren Umsätzen, doch geben die Geschäftszahlen des ersten Quartals aufgrund der saisonalen Absatzmärkte keine klare Indikation für das gesamte Geschäftsjahr.

Niedrigere Konsumpreise für Getreide sorgen für verstärkten Nachbau in Europa. Die Nachfrage nach zertifiziertem Getreidesaatgut war bis Mitte 2008 geprägt von sehr hohen Absatzpreisen der Landwirte, was zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum im letzten Geschäftsjahr in diesem Segment führte.

„Aufgrund der weltweit hohen Getreideernten 2008 und 2009 war es absehbar, dass die Preise stark zurückgehen würden“, erklärt Hagen Duenbostel, Finanzvorstand der KWS SAAT AG.

„Um ihre Kosten zu verringern, reagierten europäische Landwirte hierauf mit einem zunehmenden Verzicht auf zertifiziertes Saatgut und bauten verstärkt Getreide aus eigener Produktion an.“

Auch das Rapsgeschäft verringerte sich im ersten Quartal 2009/2010 im Vergleich zum Rekordhoch des Vorjahreszeitraums. Aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks konnte KWS das Preisniveau bei Winterrapssorten nicht halten.

Der Absatz von Zuckerrübensaatgut ist indes erfreulich angelaufen.

Die größten Zuwächse erzielte KWS außerhalb Europas, in Chile und dem nördlichen Afrika. Aber auch in Europa lagen die Vorverkäufe auf einem höheren Niveau als im Vorjahr.

Das Finanzergebnis erreichte -0,9 (0,1) Millionen Euro, da die Anlagezinsen in Folge des aktuell verringerten Zinsniveaus zurückgingen. Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Quartal auf -20,7 (-6,3) Millionen Euro.

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und auszubauen investiert KWS weiterhin beständig in Forschung & Entwicklung.

So werden derzeit die Gewächshausflächen am Standort Einbeck deutlich erweitert und mit der Schaffung neuer Büroflächen der Grundstein für zusätzliche Arbeitsplätze gelegt. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich weltweit auf 3.286 (3.103).

Aufgrund der weiterhin hohen Ertragskraft plant KWS, im laufenden Geschäftsjahr die F&E-Aktivitäten zur Stärkung der Wettbewerbsposition erheblich zu erweitern und hat das Budget um 10 Prozent erhöht.

Für die weitere Geschäftsentwicklung sieht Duenbostel einen positiven Trend: „Eine Stabilisierung des momentanen Währungsniveaus, insbesondere des US-Dollars vorausgesetzt, erwarten wir – trotz des Rückgangs im Getreidegeschäft – einen leichten Umsatzanstieg in der KWS Gruppe gegenüber dem Vorjahr.“