KWS erwartet Wachstum um zehn Prozent

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Text von: redaktion

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 ist KWS über alle Segmente hinweg gewachsen. Beflügelt von der starken Entwicklung im Getreide- und Maisgeschäft stieg der Umsatz um 27 Prozent auf 191,5 (Vorjahr 151,1) Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Montag, 27. Februar, in einer Pressekonferenz mit.

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 Millionen Euro auf minus 31,2Millionen Euro. Das negative Ergebnis für das erste Halbjahr ergibt sich aus Kosten, die vor der Hauptverkaufssaison für das Mais- und Zuckerrübensaatgutim Frühjahrliegen. Knapp 100 zusätzliche Mitarbeiter sind für KWS in Deutschland tätig.

Begünstigt durch die starke Nachfrage im Hybridroggengeschäft und dem deutlich erhöhten Absatz in Polen stiegen die Erlöse im Getreidesegment auf 78,1 Millionen Euro (Vorjahr: 63,7Millionen Euro). Damit konnte KWS bereits zum Halbjahr den Jahresumsatz 2010/2011 übertreffen. Die Verkäufe der Wintergetreidearten bestätigten das hohe Vorjahresniveau. Besser als erwartet entwickelten sich auch die Umsätze im Maisgeschäft. Durch das Wachstum in den wichtigsten Märkten Nordamerika, Frankreich und Deutschland stiegen diese um fast 34 Prozent auf 71,5 (53,5)Millionen Euro. Die Erlöse im Segment Zuckerrüben erhöhten sich um 22 Prozent auf 37,2 (30,6)Millionen Euro. Vor allem Kunden aus den Niederlanden und Russland haben ihre Saatgutkäufe vorgezogen.

Freilandversuche nicht mehr in Deutschland

Zur Sicherung des langfristigen Wachstums stellte KWS im In- und Ausland zusätzliche Mitarbeiter ein. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Beschäftigten auf 3.885 (3.561 im Vorjahr). Im Berichtszeitraum erhöhten sich auch die Investitionen in das Sachanlagevermögen auf 26,9 (zuvor: 20,2) Millionen Euro. So wurden zusätzliche Mais-Produktionsanlagen in Argentinien errichtet und zum Ausbau des Kartoffelgeschäfts neue Flächen und Gebäude in den Niederlanden erworben.

Auch der Aufwand für Forschung und Züchtung wurde im ersten Halbjahr erneut beträchtlich erhöht und betrug 60,9 (51,7) Millionen Euro. Das Forschungszentrum in Einbeck wird weiter ausgebaut. Auf Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen will KWS allerdings bis auf Weiteres verzichten. Sie sollen nur noch in Ländern durchgeführt werden, „in denen ein freundlicheres Klima in Sachen Grüne Gentechnik und entsprechende Nachfrage in der Landwirtschaft besteht“. Einzige Ausnahme in 2012 bildet der Demonstrationsanbau für Landwirte und die interessierte Öffentlichkeit in Üplingen/Sachsen-Anhalt.

Leicht angehobene Jahresprognose

Das über den Erwartungen liegende Getreide- und Maisgeschäft in den ersten sechs Monaten verbessert auch die Umsatz- und Ergebnisprognose für das gesamte Geschäftsjahr. „Aufgrund der bisherigen Entwicklung heben wir die Umsatzprognose für die KWS Gruppe leicht auf rund 940 (zuvor 910) Millionen Euro an“, teiltHagen Duenbostel, Finanzvorstand der KWS SAAT AG, mit. Die EBIT-Marge werde voraussichtlich knapp zwölf Prozent betragen.