KWS bestätigt mit Halbjahresbericht die Prognose für 2013/2014

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Text von: redaktion

Die KWS SAAT AG in Einbeck, eines der international führenden Saatzuchtunternehmen, entwickelte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/2014 (per 30.6.) im Rahmen der Planungen.

Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 209,5 (Vorjahr: 206,3)Millionen Euro. Dabei kompensierte das starke Maisgeschäft sinkende Getreideumsätze, welche aufgrund der erwartet ungünstigen Preisentwicklungen im Konsumgetreidemarkt zurückgingen.

Da im ersten Halbjahr lediglich das Getreidegeschäft weitgehend abgeschlossen ist und die Hauptumsatzträger Mais und Zuckerrüben erst im Frühjahr zur Aussaat kommen, ist das Betriebsergebnis (EBIT) in diesem Zeitraum negativ. Bei gleichzeitig verstärkten Aufwendungen für Forschung & Entwicklung sowie für den Vertrieb reduzierte sich das EBIT im Verhältnis zum Vorjahr entsprechend überproportional auf –93,8(–59,1) Millionen Euro.

Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

Der Vorstand der KWS Gruppe bestätigt vor dem Hintergrund des Geschäftsverlaufs in den ersten sechs Monaten die Jahresprognose und rechnet für das Gesamtjahr 2013/2014 unverändert mit einem Umsatzplus von bis zu 5 Prozent auf rund 1,2 Milliarden (1.147Millionen) Euround einem um etwa 8Prozentauf ca. 140Millionen Euroverminderten Betriebsergebnis. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 11,7 (13,1) Prozent.

„Die Basis für unser langfristiges Unternehmenswachstum liegt eindeutig in einem zielgerichteten Ausbau unserer Forschungs- und Züchtungsaktivitäten und der kontinuierlichen Stärkung unserer Vertriebs- und Produktionseinheiten. Deshalb investieren wir weiterhinin unsere Zukunft und planen mit von Jahr zu Jahr steigenden Budgets – in diesem Jahr allein mit zusätzlichen Aufwendungen von rund 40Millionen Euro“, erläuterte Philip von dem Bussche, CEO der KWS SAAT AG, die Wachstumsstrategie.

Davon entfallen rund 20Millionen Euroauf das erste Halbjahr, während der größte Teil der Umsatzerlöse und des geplanten Wachstums erst mit der Verkaufssaison der Hauptumsatzträger Mais und Zuckerrüben im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres erzielt wird.

Starkes Amerikageschäft trotz negativer Währungseffekte

Begünstigt von starken Zuwächsen im Südamerikageschäft stieg der Umsatz im Segment Mais um 15,3Prozentauf 95,6 (82,9)Millionen Euro. Zusammen mit ersten Erlösen in Nordamerika für die Frühjahrsaussaat trägt das amerikanische Geschäft trotz negativer Währungseffekte zu rund zwei Dritteln zum Spartenumsatz der ersten sechs Monate bei. Erwartungsgemäß reduzierte sich das Segmentergebnis wegen der erheblichen Ausbaumaßnahmen in Produktions- und Vertriebsstrukturen sowie der erhöhten Aufwendungen für die Sortenentwicklung.

Da die gestiegenen Umsätze diese Entwicklung zum Teil kompensierten, sank das EBIT lediglich um 26,6 Prozent auf –56,1 (–44,3)Millionen Euro. Im Segment Zuckerrüben lagen die Umsätze mit 25,9 (25,5)Millionen Euronahezu auf Vorjahresniveau. Die wegen Quartalsverschiebungen niedrigeren Erlöse der ersten drei Monate wurden somit vollständig kompensiert.

Etwa ein Drittel der Umsätze entfiel dabei auf das Pflanzkartoffelgeschäft, das dem Segment Zuckerrüben zugerechnet wird. Auch in diesem Segment reduzierten die steigenden Funktionskosten das Periodenergebnis: Das EBIT fiel um 21,3Prozentauf –35,3 (–29,1)Millionen Euro. Schwächere Konsumpreise führten im Segment Getreide zu einem um 9,7 Prozent auf 85,3 (94,5)Millionen Euroverminderten Umsatz.

Nach Rekordständen im Vorjahr sank der Roggenpreis wieder, woraufhin Landwirte – vor allem in Deutschland und Polen – ihre Anbauflächen signifikant verringerten. Zudem reduzierten sich die Weizen- und Rapspreise. Bei gleichzeitigen Mehraufwendungen für die Produktentwicklung und den Vertrieb fiel das Segmentergebnis um 32,3Prozentauf 25,2 (37,2) Mio. €.

Durch die planmäßige Aufstockung aller zentralen Funktionen ist das Ergebnis im Bereich Corporate deutlich negativ und beträgt –27,6 (–22,9)Millionen Euro. Während hier die segmentübergreifenden Funktionskosten und Forschungsaufwendungen der KWS Gruppe gebündelt sind, stehen diesen Aufwendungen lediglich Erlöse aus landwirtschaftlichen Betrieben gegenüber. In den ersten sechs Monaten waren dies 2,7 (3,4)Millionen Euro.

Gesamtinvestitionen deutlich über Vorjahr

Neben der Erhöhung des Budgets für Forschung & Entwicklung investierte KWS im ersten Halbjahr 29,0 (27,6)Millionen Euroin Sachanlagen. Damit überstiegen die Investitionen die Abschreibungen in Höhe von 14,1 (12,5)Millionen Euroerneut deutlich. Die wesentlichen Einzelinvestitionen flossen in die Kapazitätserweiterungen zur Saatgutaufbereitungder Maisproduktion in Europa, Nord- und Südamerika und in die Modernisierung der Zuckerrübensaatgutproduktion in Nordamerika.

Die Gesamtinvestitionen erhöhten sich um 16,7Prozentauf 33,6 (28,8)Millionen Euro, wovon mehr als die Hälfte auf das Segment Mais entfiel.