Kurzarbeit sorgt für deutliche Entlastung des Arbeitsmarktes

Text von: redaktion

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Göttingen ist im Juni leicht gesunken: Mit insgesamt 20.781 waren 244 weniger Menschen arbeitslos als im Vormonat. Der Arbeitsmarkt bleibt jedoch weiterhin angespannt.

Die Arbeitslosenquote sank von 9,3 im Mai auf 9,2 Prozent.

Besonders deutlich werden die Auswirkungen des konjunkturellen Einbruchs im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III): Die Arbeitslosenzahl stieg in diesem Bereich um 27,8 Prozent an.

Weit überdurchschnittlich davon betroffen waren im Landkreis Northeim die Geschäftsstellen Northeim mit (plus 33,6 Prozent), Uslar (plus 53,1 Prozent und Einbeck (plus 66,7 Prozent) sowie im Landkreis Osterode die Geschäftsstelle Osterode (plus 56,6 Prozent).

„In der ersten Hälfte des Jahres 2009 wurde der Arbeitsmarkt dazu durch die hohe Zahl von Kurzarbeitern stark entlastet“, sagt Klaus-D. Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen.

Im Mai gingen insgesamt 107 Anzeigen über Kurzarbeitergeld für 1.537 Personen von Betrieben bzw. einzelnen Betriebsabteilungen (dadurch teilweise Mehrfachnennungen eines Betriebes) bei der Agentur für Arbeit Göttingen ein. Im April waren es 111 Anzeigen für 2.465 Personen und im März 130 Anzeigen für 3.148 Personen.

Tatsächlich in Kurzarbeit waren im März insgesamt 516 Betriebe mit 9.890 betroffenen Arbeitnehmern. Die Dauer der Kurzarbeit variiert dabei stark und geht von einem Tag wöchentlich bis zu 100 Prozent der Arbeitszeit.

Gläser weist in diesem Zusammenhang darauf hin: „Die Arbeitsagentur bietet allen Betrieben die Möglichkeit, die Zeit der Kurzarbeit zur Mitarbeiter-Qualifizierung zu nutzen und Betrieb und Personal fit für die Zukunft zu halten.“