Kulturwirtschaftsbericht: Stadt veröffentlicht erste Ergebnisse

Text von: redaktion

Die Stadtverwaltung Göttingen hat erstmals eine systematische Erfassung der Kulturwirtschaft beauftragt und vor rund 80 Repräsentanten des Wirtschaftszweiges erste Ergebnisse der Studie vorgestellt.

Dr. Dagmar Schlapeit-Beck, Kulturdezernentin der Stadt Göttingen, und Prof. Dieter Haselbach, Geschäftsführer der mit der Studie beauftragten ICG GmbH Berlin, stellten Ziele und Zwischenergebnisse der Erfassung vor. Vorrangig sei die Förderung der Branche, die eine gleichberechtigte Aufmerksamkeit mit anderen Wirtschaftszweigen verdiene. Die Kultur- und Kreativwirtschaft sei seit 2003 in Deutschland um beachtliche sieben Prozent gewachsen. Dieser überdurchschnittliche Wert zeige die Potenziale, welche in dieser Branche liegen.Trotz Konjunkturabhängigkeit habe der Wirtschaftszweig besonders in den Dienstleistungsbranchen enormes Potenzial, führte Haselbach aus.

Tania Breyer stellte die Arbeit des neugegründeten Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes vor, bei dem die Aufgaben in der brancheninternen und – übergreifenden Vernetzung und Beratung liegen. Zukünftig seien regelmäßige Sprechtage bei der GWG in Göttingen geplant.

Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH, berichtete zum Abschluss der Veranstaltung über Angebote und Leistungen der GWG für Kulturunternehmer. „Die Kulturwirtschaft leistet mehr als einen Beitrag zur Bruttowertschöpfung. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Nährbodens sozialer und ökonomischer Modernisierung“, so Hoffmann. Bewährt habe sich das effektive Förderprogramm für Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen. Der GWG-Geschäftsführer verwies in diesem Zusammenhang auch auf das Göttinger Technologie- und Gründerzentrum, das seit 1995 Räume für Gründer auch aus der kulturellen und künstlerischen Branche zur Verfügung stellt. Networking sei die „Währung der Kulturwirtschaft“. Daher stünde die GWG einem regelmäßigen Austausch der angesprochenen Unternehmen für diesen Bereich überaus offen gegenüber: „Wir wollen, dass Sie sich noch besser entwickeln können. Wir sind bereit, gemeinsam neue Angebote mit den Unternehmen der Kulturwirtschaft zu entwerfen – auch in den Bereichen Immobilien und Netzwerkaktivitäten“.